Allianz will OLB verkaufen: Commerzbank und Apollo bieten offenbar für Landesbank

Allianz will OLB verkaufen: Commerzbank und Apollo bieten offenbar für Landesbank

, aktualisiert 27. September 2016, 19:02 Uhr
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Die Allianz will ihre Anteile an der Oldenburgischen Landesbank veräußern.

Die Allianz stellt die Oldenburgische Landesbank zum Verkauf. Es gibt bereits Gespräche mit Interessenten – laut Insidern mit der Commerzbank und Apollo. Die OLB ist an der Börse gut 300 Millionen Euro wert.

Die Commerzbank streckt trotz ihrer radikalen Sparpläne laut Finanzkreisen im Nordwesten Deutschlands die Fühler nach einer Regionalbank aus. Die zweitgrößte deutsche Bank habe wie der US-Finanzinvestor Apollo ein unverbindliches Gebot für die Oldenburgische Landesbank (OLB) abgegeben, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Münchener Versicherungskonzern Allianz hat seine Beteiligung von 90 Prozent an der OLB offiziell zum Verkauf gestellt. Die OLB ist an der Börse gut 300 Millionen Euro wert.

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Mit einer Entscheidung sei zum Jahresende zu rechnen, sagten die Insider. Die Commerzbank sehe die Chance, sich in der Region zu verstärken. Apollo hat im Nordwesten bereits die Bremer Kreditbank und das ebenfalls in der Hansestadt vertretene Bankhaus Neelmeyer geschluckt.

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Die Commerzbank wollte sich zu der Information nicht äußern, Apollo war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Allianz nahm zu möglichen Interessenten keine Stellung. Laut OLB prüft sie „verschiedene strategische Alternativen“ für einen kompletten oder einen Teilverkauf ihrer Anteile. Es gebe auch schon Gespräche mit möglichen Käufern der Regionalbank mit rund 2200 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 13 Milliarden Euro. Die Aktie der OLB stieg am Dienstag um 9,6 Prozent.

Über die Verkaufspläne spekuliert wird bereits seit Jahren. Die Allianz hatte die unter dem Dach der OLB geführte Allianz Bank vor drei Jahren eingestellt, nachdem sich die Hoffnungen auf einen Verkauf von Fonds und Bankprodukten über die eigenen Versicherungsvertreter in Deutschland nicht erfüllt hatten. 450 Mitarbeiter verloren damals ihren Arbeitsplatz. Die Allianz hatte über Jahre jeweils zweistellige Millionenverluste der OLB ausgeglichen, die sie nach dem Verkauf der Dresdner Bank als einzige Bankbeteiligung in Deutschland behalten hatte.

Seit dem Aus der Allianz Bank betreibt die OLB ihr Geschäft als Regionalbank im Nordwesten Deutschlands weiter. Bis vor zwei Jahren war sie von Achim Kassow geführt worden, der vorher die Privatkunden-Sparte der Commerzbank leitete. Die OLB litt zeitweise unter der Schifffahrtskrise, die die Nordsee-Region stark betrifft. 2015 hatte sie einen Gewinn von 46 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet. Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem leicht sinkenden Ergebnis, im ersten Halbjahr stieg es allerdings dank Sondererträgen aus Beteiligungen auf knapp 25 Millionen Euro.

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