
MünchenSie gilt als Mülldeponie für Ramsch-Wertpapiere und faule Kredite: Die Bad Bank FMS Wertmanagement, in der die milliardenschweren Altlasten der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate gebündelt sind.
Am Dienstag legt das Abwicklungsinstitut den Jahresabschluss für 2011 vor. Der dürfte tiefrot ausfallen, denn die FMS ist in der deutschen Finanzbranche am stärksten in Griechenland engagiert. Die Risikovorsorge für Hellas-Anleihen beläuft sich nach früheren Angaben auf rund 8,9 Milliarden Euro. Weil die bessere Entwicklung bei anderen Wertpapieren dies nicht auffangen kann, wird erwartet, dass die FMS sechs bis acht Milliarden Euro frisches Kapital braucht - vom Steuerzahler. Laut Satzung muss das Geld vom staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin kommen.
Weitere Belastungen, für die am Ende die Allgemeinheit gerade stehen muss, sind möglich. Das maximale Restrisiko aus dem Hellas-Portfolio beläuft sich auf den Buchwert von 2,2 Milliarden Euro. Und auch in schuldengeplagten Staaten wie Portugal, Spanien und Italien hat die FMS große Engagements. Die verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) ist unterdessen nach der Auslagerung fauler Wertpapiere und Kredite wieder in den schwarzen Zahlen.





















