Bad Banks: Wer kauft die Schrottpapiere der Banken?

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Bad Banks: Wer kauft die Schrottpapiere der Banken?

Die Credit Suisse hat gerade mit einer Klage wegen des Verkaufs von windigen Hypothekenpapieren zu kämpfen. Die Deutsche Bank bemüht sich dagegen derzeit, riskante Papiere loszuwerden. Wer die Schrottpapiere kauft und warum.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat seit Ende Januar in den USA mit einer Klage zu kämpfen: Der Bank wird vorgeworfen, faule Hypotheken zu Anleihen gebündelt zu haben, die 2007 an Investoren verkauft wurden. Um möglichst viel Gewinn zu machen, hielt die Bank an dieser Geschäftspolitik auch fest, nachdem klar geworden war, dass die Kreditnehmer nicht würden zahlen können. Die Hypothekengesellschaften, von denen die Schweizer die Kredite übernommen hatten, waren bankintern als zwielichtig und schlimmeres geführt worden. Dennoch hatte die Credit Suisse die Geschäfte mit den Hypothekenpapieren weitergeführt. Deswegen muss sich das Unternehmen nun vor dem Obersten Gerichtshof in New York verantworten.

Kampf um Schuld und Geld

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Für andere Großbanken sind solche Vorwürfe nicht neu: Beinahe jedes Institut hatte vor Ausbruch der Finanzkrise auf Hypothekenpapiere gesetzt - mit den bekannten Folgen. Seit dem Jahr 2011 haben sich unter anderem auch die US-Großbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank in den USA vor Gericht zu verantworten, weil sie im Zusammenhang mit Immobilienkrediten jahrelang bewusst gelogen haben sollen. So soll beispielsweise Goldman Investoren wie der IKB Papiere verkauft haben, die von amerikanischen Schrottimmobilien abhängig waren. Dabei soll die Bank verheimlicht haben, dass Hedgefondsmanager John Paulson mithilfe der Bank auf den Kollaps des Subprime-Markts wettete. Er soll außerdem die Papiere selbst ausgesucht haben, die in dem Kreditpaket landeten. Heute, fast sechs Jahre nach dem Platzen der Kreditblase in den USA kämpfen Banken und Investoren also immer noch um Schuld und Geld.

Handel mit Schrottpapieren lohnt wieder

430 Milliarden Euro Schrottpapiere und Bilanzreste müssen deutsche Banken loswerden

Wertlos sind die Hypothekenpapiere deshalb aber keineswegs geworden. Sie schlummern noch in zahlreichen Depots der sogenannten Bad Banks - nach Berechnungen der WirtschaftsWoche lagern toxische Wertpapiere im Wert von 430 Milliarden Euro in den in- und externen Bad Banks der deutschen Geldhäuser. Und mittlerweile lassen sich die Schrottpapiere auch wieder zu Geld machen. Die Renditen für die zu Recht verschrienen Papiere sind allein von September bis Dezember 2012 um 0,58 Prozentpunkte gestiegen.

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