Banken: Targobank steigert Ergebnis deutlich

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Targobank-Filiale

von Cornelius Welp

Der Chef der oft kritisierten Targobank, Franz Josef Nick, sieht eine allmähliche Rückkehr des Vertrauens und hofft auf weiterhin kauflustige Deutsche.

WirtschaftsWoche: Herr Nick, wie beeinflusst die Euro-Krise das Geschäft der Targobank?

Nick: Die Stabilität einer Bank ist für Kunden wichtiger geworden. Wir selbst halten keine Staatsanleihen, und unser französischer Mutterkonzern verfügt über ein gutes Rating. Von den aktuellen Problemen sind wir nicht unmittelbar betroffen. Sollte es zu einer schärferen Rezession kommen, könnten wir als Kreditgeber unter vermehrten Zahlungsausfällen leiden. Im Augenblick erwarte ich das aber nicht.

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Seit gut drei Jahren gehört die Targobank, die frühere Citibank, zu Crédit Mutuel. Was hat sich geändert?

Wir sind deutlich unabhängiger. Wir haben unsere Informationstechnik voll integriert, aber wenn wir die aus Frankreich vorgegebenen Ziele erreichen, können wir in Deutschland agieren, wie wir es für richtig halten. In diesem Jahr kann unser Eigentümer entspannt sein. Wir werden unser Vorjahresergebnis von 253 Millionen Euro wie geplant um 15 Prozent steigern.

Der Wettbewerb im Privatkundengeschäft nimmt zu, mit den Fusionen von Dresdner und Commerzbank sowie Deutscher Bank und Postbank sind zwei Wettbewerber deutlich größer geworden. Wie wirkt sich das auf die Targobank aus?

Alle Banken drängen in dieses Geschäft, weil es anders als das Investmentbanking stabile Erträge liefert. Die Zinsen für Kundeneinlagen sind derzeit extrem hoch. Wir beobachten auch Santander, die nach der Übernahme des Filialgeschäfts der SEB mehr Präsenz in der Fläche hat. Aber während manche Wettbewerber nach einer Fusion noch mit der Integration beschäftigt sind, ist diese bei uns abgeschlossen. Das wollen wir nutzen. In unserem Kerngeschäft, der Finanzierung von Konsumenten, haben wir unseren Marktanteil im Neugeschäft um vier Prozent gesteigert und mehr als zwei Milliarden Euro neue Kredite ausgegeben.

Dennoch: Wie wollen Sie unter diesen Umständen weiter wachsen?

Wir wollten eine Million neue Kunden gewinnen. Wir halten mittelfristig an dem Ziel fest, brauchen aber mehr Zeit als geplant. Wir werden unsere Effizienz ständig verbessern und damit die Kosten weiter senken. Wir werden im kommenden Jahr zehn neue Filialen eröffnen, damit wir in Ballungszentren noch stärker als bisher vertreten sind. Zusätzlich erweitern wir unser Angebot im Internet, wo wir bereits heute etwa 15 Prozent unseres Kreditgeschäfts machen. Zudem werden wir neue Produkte anbieten, bei denen wir Wachstumschancen sehen. So werden wir spätestens im Februar zunächst online in das Geschäft mit Autokrediten einsteigen. Wir rechnen zum Start mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Euro.

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