Bankenregulierung: Bundesbank-Vize hält Trennung der Geschäftsbereiche für unmöglich

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Den Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zur Abtrennung des klassischen Bankgeschäftes vom Investmentbanking hält Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger für kaum möglich.

„Die Verflechtung lässt sich nicht vollständig trennen, beide Arten von Banken würden weiter vom Vertrauen auf den Geldmärkten abhängig sein und bei Krisen des anderen in ihren Vermögensanlagen betroffen sein“, sagte Lautenschläger der WirtschaftsWoche. Mit Sorge sieht Lautenschläger, wie riskante Geschäfte von Banken in den unregulierten Finanzsektor abwandern, die sogenannten Schattenbanken. Lautenschläger will untersuchen lassen, wie sich die Beziehungen zwischen Banken und Schattenbanken trennen lassen. Eine Möglichkeit sei, „die Verbindungen über veränderte Großkreditregeln oder Konsolidierungsvorschriften“ zu begrenzen.

Auch die Chefin der Finanzaufsicht BaFin, Elke König, sieht eine „deutliche Verteuerung der Kredite an Hedgefonds“ durch eine Unterlegung mit mehr Kapital als einen Weg zu mehr Sicherheit. König fordert rasche Entscheidungen. „Wir müssen bei der Regulierung auf internationaler Ebene nicht nur definieren wollen, was unter dem Begriff Schattenbanken zu verstehen ist. Wir müssen handeln“, sagte sie der WirtschaftsWoche. Ende des Jahres soll das Financial Stability Board in Basel Vorschläge für den Umgang mit den Schattenbanken machen.

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Dabei will König darauf achten, dass die neuen Regelungen Besonderheiten der deutschen Bankenlandschaft nicht einschränken. „Die Regulierung sollte das Wirtschaftsmodell eines Landes nicht ändern“, so König. Sorgen um die langfristige Kreditfinanzierung deutscher Unternehmen seien berechtigt: „Für legitime nationale Interessen müssen wir als Regulatoren auf europäischer Ebene eintreten.“

Zudem sieht König Bedarf bei der Bevorzugung von Staatsanleihen im Besitz von Banken, die diese bisher nicht mit Eigenkapital unterlegen müssen. „Über eine Reform der Nullgewichtung von Staatsanleihen sollten wir mittelfristig diskutieren.“

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