Bankenrettung: Staat könnte bei Rettung der HSH Nordbank Gewinn machen

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exklusivBankenrettung: Staat könnte bei Rettung der HSH Nordbank Gewinn machen

von Mark Fehr

Für die Steuerzahler könnte die Rettung der angeschlagenen HSH Nordbank durch Garantien der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein sogar mit einem Gewinn enden.

„Hochgerechnet bis zum Jahr 2025 übersteigt die Summe dieser Garantiegebühren den von den Ländern voraussichtlich zu tragenden Verlust“, sagte Thomas Mirow, Aufsichtsratsvorsitzender der HSH Nordbank, im Interview. Nach heutigem Wissensstand werde die Bank laut Mirow den Garantierahmen von zehn Milliarden Euro bis dahin mit bis zu 1,3 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.

Gleichzeitig appellierte Mirow an die EU-Kommission, wegen der öffentlichen Finanzhilfen nicht zu weitreichende Auflagen gegen die HSH Nordbank zu verhängen. „Meines Erachtens würde das Geschäftsmodell weitere tiefe Einschnitte seitens der EU-Kommission nur schwer verkraften“, warnt Mirow. Auf Geheiß von Brüssel musste die HSH Nordbank als Gegenleistung für die staatlichen Garantien bereits das Geschäft mit Flugzeugfinanzierungen aufgeben und die Schiffsfinanzierung verkleinern.

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Kommenden Freitag veröffentlicht die Landesbank ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2013. Mirow räumt ein, dass die Finanzierungskosten für das Kreditinstitut nach 2015 deutlich steigen werden. Von diesem Zeitpunkt an stehen die Bundesländer nicht mehr für die vor 2005 aufgenommenen Altschulden von Landesbanken gerade. Die HSH Nordbank müsse daher langfristige Verbindlichkeiten im Volumen von 30 Milliarden Euro, etwa ein Viertel ihrer Bilanzsumme, nach und nach zu neuen Konditionen finanzieren. „Das wird deutlich teurer als bisher“, sagte Mirow. Das Unternehmen könne die erhöhten Kosten aber aus eigener Kraft tragen.

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