Barclays-Chef: Banken stehen vor einer Konsolidierungswelle

Barclays-Chef: Banken stehen vor einer Konsolidierungswelle

, aktualisiert 21. November 2011, 07:21 Uhr
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Barclays-Chef Bob Diamond.

Quelle:Handelsblatt Online

Barclays-Chef Bob Diamond erwartet in den nächsten zwölf Monaten einen Konsolidierungsschub unter europäischen Banken. Das größte Problem sei außerdem nicht ein Liquiditätsmangel, sondern Risiken durch Staatsanleihen.  

SingapurDie europäische Bankenbranche steht nach Einschätzung von Barclays-Chef Bob Diamond vor einer Konsolidierungswelle in den nächsten zwölf Monaten. Banken würden derzeit alle Geschäftsfelder auf den Prüfstand stellen und sich anschließend von Bereichen trennen, in denen sie keinen Wettbewerbsvorteil hätten, prophezeite Diamond in einem Interview der Zeitung „Business Times“ in Singapur.

So habe sich Barclays beispielsweise aus dem Privatkundengeschäft in Russland und Indonesien zurückgezogen. Wegen der Euro-Schuldenkrise mache sich Barclays weniger Sorgen. So sei die britische Bank in Europa weniger im Bereich Staatsanleihen, als vielmehr im Privatkundengeschäft und hier vor allem bei Hypotheken engagiert.

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Das größte Problem europäischer Banken sei nicht ein Mangel an Liquidität, sondern ein Mangel an Strukturreformen, sagte Diamond. „Wenn man sich die europäischen Banken ansieht, die beim Stresstest durchgefallen sind, so war der Grund für ihr Scheitern vor allem der, dass sie Anleihen ihrer jeweiligen Regierungen besessen haben.“ Es gehe also weniger um Bankenkapital, sondern eher um Risiken durch Staatsanleihen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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