Basel III: Austro-Banken müssen sich schneller absichern

Basel III: Austro-Banken müssen sich schneller absichern

, aktualisiert 21. November 2011, 13:54 Uhr
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In Österreich müssen Banken die neuen Eigenkapitalregeln schneller umsetzen.

Quelle:Handelsblatt Online

Finanzinstitute, die in Zentral- und Osteuropa aktiv sind, müssen die schärferen Eigenkapitalregeln nach Basel III schon bis August 2013 umsetzen. So sollen sie für neue Krisen gewappnet werden.

WienÖsterreichs Banken müssen sich schneller als geplant gegen neue Krisen wappnen. Die Aufseher verlangen von der Erste Group, Raiffeisen und der UniCredit -Tochter Bank Austria, dass sie die strengeren Eigenkapitalvorschriften (Basel III) bereits ab Anfang 2013 erfüllen. Damit preschen die Österreicher vor, denn eigentlich hätten die Banken dafür bis Ende 2018 Zeit. Am Markt wird aber erwartet, dass das Gros der europäischen Institute die Kapitalvorschriften ohnehin bereits im Lauf des Jahres 2013 erfüllt.

Basel III sieht für Europas Institute eine harte Kernkapitalquote von bis zu sieben Prozent inklusive Puffer vor. Staatshilfen werden dabei schrittweise weniger angerechnet. Die österreichischen Banken dürfen sie in ihre Kapitalrechnung Anfang 2013 noch mit einfließen lassen.

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Die Richtlinie der Aufseher gilt für jene großen österreichischen Banken, die in Zentral- und Osteuropa präsent sind. Die Staatsbank Hypo Group Alpe Adria und das angeschlagene Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG fallen nicht darunter. Sie wollen ihr Osteuropa-Geschäft ohnedies abstoßen.

Mit dem Schritt wollen die Österreichische Nationalbank (OeNB) und die Finanzmarktaufsicht (FMA), die die Aufsicht über Österreichs Institute haben, die Banken für künftige Krisen rüsten. Sie zählen zu den wichtigsten Kreditgebern in Zentral- und Osteuropa - sowohl Raiffeisen als auch die Bank Austria und die Erste Group sind seit Jahrzehnten dort vertreten. Unerwartet schwache Wachstumsaussichten und rigide Fremdwährungsgesetze in Ungarn machen den Instituten aber zu schaffen.

Nach dem Plan der Aufseher sollen die Banken daher neben einer schnelleren Umsetzung der Basel-Kriterien ab 2016 einen zusätzlichen Kernkapitalpuffer von bis zu drei Prozent vorhalten. Die Osteuropatöchter müssen sich außerdem selbst refinanzieren: Ihr Neukreditwachstum soll nicht über jenem der jeweiligen Märkte liegen.

„Es geht uns darum, dass wir zur größeren Stailität in dieser Region beitragen können. Die österreichischen Banken spielen dabei eine erhebliche Rolle“, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. Die Banken sollten sich jedoch nicht aus Zentral- und Osteuropa zurückziehen. „Es geht um eine dauerhafte und solide Stellung in dieser Region.“

Nach Angaben der FMA sind die Banken entschlossen, die Vorgaben der Regulierer umzusetzen. „Wir sind sicher, dass sich die Banken an die Richtlinie halten werden“, sagte FMA-Vorstandsdirektor Kurt Pribil. „Die Banken haben bereits fix zugesagt, dass sie sich für diesen Weg entschlossen haben.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
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