BayernLB: Gerd Häusler hat sich überflüssig gemacht

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BayernLB: Gerd Häusler hat sich überflüssig gemacht

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Gerd Häuslers Rückzug kommt nicht völlig überraschend.

von Cornelius Welp

Der scheidende Chef der BayernLB hat die Altlasten der Bank abgearbeitet. Sein Nachfolger muss ein Zukunftskonzept finden.

Als Gerd Häusler Anfang 2010 den Chefposten bei der BayernLB übernahm, war die Bank so tief gesunken wie es tiefer nicht ging. Im Gleichschritt mit anderen Landesbanken hatte sie sich bei der Investition in vermeintlich sichere US-Hypothekenpapiere verhoben. Zusätzlich hatte sie sich auch noch beim Kauf der vermeintlichen Kärntner Bankperle Hypo Alpe Adria verspekuliert. Täglich tauchten neue Details über düstere Balkangeschäfte und Milliardenabschreibungen des Instituts auf, das unter anderem dem früheren FPÖ-Chef Jörg Haider dessen Volksbeglückungen finanziert hatte. 

Häusler war damals eine überraschende Wahl. Er hatte sich zuvor als Vorstand bei der Dresdner Bank und als Leiter der Kapitalmarktabteilung beim IWF versucht und war weniger als Krisenmanager in Erscheinung  getreten. Doch in den finsteren Stunden hatte er – damals schon Mitglied im Verwaltungsrat der Bank - die bayerische Politprominenz durch sein fachkundiges und weltmännisches Auftreten beeindruckt.   

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Seine Amtszeit, deren vorzeitiges Ende zum Jahreswechsel die Bank heute bekanntgab,  war nicht frei von Irritationen. So nahm Häusler überraschend Fusionsverhandlungen mit der WestLB auf und brach sie ebenso überraschend schon nach wenigen Wochen wieder ab. Vor allem aber erweckte er oft den Eindruck, dass die Landesbankwelt zwischen Regionalpolitik und Sparkassentag eigentlich etwas zu klein für ihn war. So ließ er stets durchblicken, dass er sich nicht nach dem Job gedrängt hatte, sondern dringend gebeten wurde, ihn anzunehmen.

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Dabei hat sich Häusler durchaus um die Bank verdient gemacht. Unter seiner Führung kam das langwierige Beihilfeverfahren mit der EU-Kommission zu einem tragbaren Abschluss, worauf er wie vorgesehen zahlreiche Beteiligungen verkaufte und bereits einen Teil der insgesamt zehn Milliarden Euro Staatshilfen zurückzahlte.

Dass er nun geht, ist nicht vollkommen überraschend. Seine politischen Verbindungen und seine Einschätzung der weltwirtschaftlichen Gesamtlage sind für das Institut nur noch von begrenztem Mehrwert. Es ist Häuslers Verdienst, dass er sich selbst überflüssig gemacht hat und ein Nachfolger sich nun in deutlich ruhigerem Fahrwasser dem normalen Alltagsgeschäft eines Bankchefs widmen kann. Das heißt nicht, dass es einfach wird: Denn eine wirklich überzeugende Zukunftsstrategie hat die Bank bisher nicht. Nur den Mittelstand finanzieren und gut mit den Sparkassen zusammenarbeiten ist etwas zu wenig.

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