
LondonDie vom Staat gerettete britische Bank Lloyds setzt ihre von der EU verordnete Schrumpfkur fort. Sie verkauft ein Beteiligungsportfolio im Wert von 1,05 Milliarden Pfund an Coller International Partners, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte.
Lloyds werde den Fonds weiter verwalten und dafür eine jährliche Management-Gebühr von weniger als zehn Millionen Pfund erhalten.
Der britische Staat war in der Finanzkrise 2008 bei Lloyds eingestiegen und hält seitdem rund 40 Prozent an dem Institut. Um Wettbewerbsverzerrungen durch die Unterstützung zu verhindern, muss Lloyds - ähnlich wie mehrere deutsche Landesbanken und die Commerzbank - auf Druck der EU Geschäfte abgeben.
In diesem Jahr hat Lloyds die Bilanz bislang um Vermögenswerte von 23 Milliarden Pfund erleichtert, im vergangenen waren es 53 Milliarden. Im Juli hatte Lloyds angekündigt, 632 Filialen abzugeben. Der Verkauf muss noch von den Aufsichtsbehörden abgesegnet werden.
Die Großbank ist zudem ins Visier der Ermittler beim Libor-Zinsskandal geraten.























