Bild: REUTERS8. Mai 2013
Ein US-Pensionsfonds verklagt die Deutsche Bank und elf weitere Großbanken. Der Fonds wirft den Banken Manipulation auf dem Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) vor. CDS' dienen eigentlich dazu, sich gegen Ausfallrisiken von Unternehmen oder Ländern abzusichern. Nun wirft der Metallarbeiter-Pensionsfonds Sheet Metal Workers Local 33 Cleveland District Pension Plan den zwölf Großbanken vor, die Preise für CDS künstlich in der Höhe gehalten zu haben, zum Nachteil der Investoren. Der Pensionsfond strebt eine Sammelklage an, deren Erfolg von aktuell laufenden Untersuchungen der EU-Kommission und des US-Justizministeriums abhängen. Die Institutionen überprüfen einen ähnlichen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auf dem CDS-Markt. Das Volumen des Marktes für CDS liegt bei rund 27 Billionen US-Dollar.
Bild: REUTERS4. Mai 2011
Die Deutsche Bank bestätigt, dass die Stadt Los Angeles eine Klage gegen das Institut im Zusammenhang mit umstrittenen Zwangsräumungen eingereicht hat. Die Bank sei über Tochterunternehmen einer der größten "Slumlords" der Millionenmetropole, heißt es in der Klageschrift, die Entschädigungszahlungen von mehreren hundert Millionen Dollar nach sich ziehen könnte. Sie habe Hunderte Anwesen verfallen lassen und Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben. Die Deutsche Bank weist Vorwürfe zurück.
Bild: dpa/dpaweb22. März 2011
Der Bundesgerichtshof gibt der Deutschen Bank eine schallende Ohrfeige: Sie muss an einen hessischen Mittelständler mehr als eine halbe Million Euro Schadenersatz zahlen. Diesen Betrag hatte der Kläger mit einem komplizierten Zinsswap-Geschäft verloren, das die Bank nach Auffassung des BGH "bewusst zulasten des Anlegers" konstruiert hatte. In der Folge einigt sie sich mit zahlreichen Kommunen und Unternehmen nach Angaben von Anwälten auf Vergleiche.
Bild: dpa13. April 2011
In den US-Untersuchungen zur Rolle der Wall Street in der Finanzkrise erhebt ein Senatsausschuss schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank und Goldman Sachs. Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, umstrittene Finanzprodukte aufgelegt zu haben. Sie habe unter anderem einen milliardenschweren verbrieften Hypothekenkredit (CDO) namens "Gemstone 7" geschnürt und verkauft, bevor der Markt abstürzte. Dabei habe der zuständige Händler gewusst, dass das Paket minderwertige Assets enthalte.
Bild: dpa29. April 2011
Die EU-Wettbewerbshüter knöpfen sich den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) vor, mit denen sich Investoren und Spekulanten gegen Pleiten von Staaten und Firmen absichern. Die Kartellermittlungen richten sich gegen 16 Investmentbanken, darunter die Deutsche Bank.
Bild: dpa2. September 2011
Die US-Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) verklagt 17 Banken wegen umstrittener Hypothekengeschäfte, darunter die Deutsche Bank. Die Behörde wirft ihnen vor, beim Verkauf von mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren falsche Angaben gemacht zu haben. Der Klageschrift zufolge werden finanzielle Schäden auf Hypotheken-Anleihen über insgesamt fast 200 Milliarden Dollar geltend gemacht - davon entfallen mehr als 14 Milliarden auf die Deutsche Bank. Das Geldhaus weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.
Bild: dpa5. September 2011
Laut "Financial Times" nehmen britische Behörden von der Deutschen Bank und anderen Instituten zusammengestellte Wertpapiere wegen Betrugsverdachts unter die Lupe. Die Untersuchung des Serious Fraud Office soll Beweise dafür liefern, dass die Banken ihren Kunden beim Verkauf von forderungsbesicherten Wertpapieren in Großbritannien falsche Informationen geliefert hätten. Die Ermittlungen sind schwierig, da die Behörde den Instituten Betrugsabsicht nachweisen müsse.
Bild: dpa14. November 2011
Die Staatsanwaltschaft München lässt Vorstandsbüros und die Rechtsabteilung im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess durchsuchen. Gegen den damaligen Vorstandschef Josef Ackermann werde wegen des Verdachts auf Prozessbetrug ermittelt. Auch gegen den damaligen Aufsichtsratschef Clemens Börsig, Ex-Vorstandschef Rolf Breuer und den früheren Personalchef Tessen von Heydebreck werde ermittelt. Die Bank und die Betroffenen halten die Beschuldigungen für haltlos und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft für unverhältnismäßig.
Bild: REUTERS19. November 2011
Die Pleite der US-Finanzfirma MF Global hat für die Deutsche Bank ein juristisches Nachspiel. Zwei US-Pensionsfonds verklagen Abteilungen des Frankfurter Instituts sowie sechs weiterer Geldhäuser, die MF bei der Erstellung von Anleihe-Angeboten unterstützt haben. Die Kläger werfen ihnen vor, in den Prospekten Probleme verschwiegen zu haben, die zum Kollaps des Brokerhauses geführt haben. Mit der Klage nehmen die Fonds finanzstarke Institute ins Visier, um ihre Verluste nach dem MF-Global-Zusammenbruch auszugleichen.
Bild: dpa19. April 2012
Eine Schadensersatzklage der BayernLB gegen die Deutsche Bank wegen Verlusten mit verbrieften Häuserkrediten (RMBS) in den USA wird bekannt. Die Bank habe beim Verkauf falsche Angaben zur Qualität des Portfolios gemacht, klagt die Landesbank. Viele Banken legen Klage wegen der RMBS ein, um keine Fristen zu versäumen.
8. Mai 2013
Ein US-Pensionsfonds verklagt die Deutsche Bank und elf weitere Großbanken. Der Fonds wirft den Banken Manipulation auf dem Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) vor. CDS' dienen eigentlich dazu, sich gegen Ausfallrisiken von Unternehmen oder Ländern abzusichern. Nun wirft der Metallarbeiter-Pensionsfonds Sheet Metal Workers Local 33 Cleveland District Pension Plan den zwölf Großbanken vor, die Preise für CDS künstlich in der Höhe gehalten zu haben, zum Nachteil der Investoren. Der Pensionsfond strebt eine Sammelklage an, deren Erfolg von aktuell laufenden Untersuchungen der EU-Kommission und des US-Justizministeriums abhängen. Die Institutionen überprüfen einen ähnlichen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auf dem CDS-Markt. Das Volumen des Marktes für CDS liegt bei rund 27 Billionen US-Dollar.
Kleines Symptom? Große Aussagekraft! Deutsche-Bank-Boss Jürgen Fitschen hatte in der vorvergangenen Woche den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier angerufen, um sich bei ihm über die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einer Hausdurchsuchung wegen Beteiligung an einem Steuerhinterziehungsdelikt zu beschweren. Bekanntlich hat dieser Anruf in der Öffentlichkeit ein großes, wenn auch wenig qualifiziertes Echo gefunden. Politik und Medien sprachen sehr schnell von einem ungeheuerlichen Versuch Fitschens als großer Chef der deutschen Bank zu deren Gunsten Druck auf die Justiz auszuüben.
Von verschiedenen Seiten tönte es, dass Fitschen das Verfassungsprinzip der Gewaltenteilung nicht oder nur ungenügend kennte. Fitschen sei ungeeignet das größte deutsche Bankhaus zu führen. Stillos und instinktlos hätte Fitschen sich verhalten. Und dieser Anruf konterkariere die von ihm versprochene "Kulturrevolution" in der Deutschen Bank. Auch SPD-Boss Sigmar Gabriel warf seine Stimme ins allgemeine Getöse ein und forderte verklausuliert alles, was das linke Lager hören will: Zerschlagung der Deutschen Bank, Rauswurf von Fitschen. Er verglich den Anruf von Bouffier mit dem Anruf eines gewissen Christian Wulff beim Chef der BILD-Zeitung Ende 2011.
Und der Gescholtene knickte ein. Jürgen Fitschen bedauerte und entschuldigte sich, bezeichnete seinen Anruf bei Bouffier als einen "Fehler", gelobte Besserung und schwor inzwischen auch im Konzert mit dem Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, in einem hausinternen Brief an die Mitarbeiter unter dem Stichwort "Kulturwandel" aus dem Geldhaus Deutsche Bank eine mustergültige Bank machen zu wollen. Gemeint ist eine Bank, die die Interessen ihrer Aktionäre, aber auch die der Öffentlichkeit, die der Mitarbeiter, des Marktes und der Kunden voller Transparenz hegt und pflegt.
- Seite 1: Deutscher Richterbund versus Deutsche Bank
- Seite 2: Deutsche-Bank-Führung wirkt gelähmt
- Seite 3: Deutscher Richterbund und die Gewaltenteilung
- Seite 4: Tief sitzender Kapitalistenhass


























