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kolumneBrandIndex: Deutsche Bank im Imagetief

Kolumne von Tim Oesterlau

Was Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl angeht, ist die Deutsche Bank das größte Kreditinstitut Deutschlands. Doch Nachrichten etwa über Managerskandale beschädigen das Image des Finanzkonzerns zusehends.

Berlin

Das Verhältnis der Deutschen Bank zur Politik war unter Ackermann zwiespältig. Das soll nun vor allem Co-Chef Fitschen pflegen.

Bild: Reuters

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Als größtes deutsches Bankhaus und Global Player im Investmentbanking ist die Deutsche Bank oft die Zielscheibe von Branchenkritikern. Auch die Ablösung des in der breiten Öffentlichkeit unbeliebten Josef Ackermann brachte die Bank nicht aus der Schusslinie. Und die neuen Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen müssen hauptsächlich schlechte Nachrichten verbreiten: Angesichts der Euro-Krise brechen die Gewinne im Investmentbanking und damit der eigene Aktienkurs ein, 1900 Stellen sollen gestrichen werden.

Und nun erhält das Bankhaus auch noch eine Vorladung der US-Staatsanwaltschaft, weil Mitarbeiter an der Manipulation des Libor-Zinses beteiligt gewesen sein sollen. Derartige Botschaften tragen nicht dazu bei, das Markenimage der Großbank aufzupolieren.

Anshu Jain - der gebürtige Inder mit britischer Staatsbürgerschaft ist seit 2009 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und Mitglied des Group Executive Committee seit 2002. Er ist Head of the Corporate & Investment Bank und zuständig für Corporate Finance, Sales and Trading sowie Transaction Banking.

Bevor er 1995 zur Deutschen Bank kam, war er Managing Director bei Merrill Lynch in New York, wo er die branchenweit erste Gruppe für die spezielle Betreuung von Hedgefonds aufbaute und leitete. Neben seiner Tätigkeit bei Deutschlands größten Geldinstitut Jain Mitglied in Arbeitsgruppen, die mit dem Ziel gegründet wurden, die indische Regierung zu ausländischen Investitionen und die britische Regierung zu Finanzdienstleistungen zu beraten.

Gemeinsam mit Jürgen Fitschen tritt Jain im Juni 2012 die Nachfolge von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann an.

Bild: dapd

Imagewerte wie zur Finanzkrise

Ein Blick in den YouGov-Markenmonitor BrandIndex zeigt, dass sich das Markenimage der Deutschen Bank aktuell tatsächlich auf einem historischen Tiefststand befindet: Aktuell erreicht der Konzern nur -20 Punkte - so wenig wie zuletzt Anfang 2009, auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise.

Damals geriet die Deutsche Bank allerdings in einen branchenweiten Abwärtsstrudel, dem kaum eine Bank entgehen konnte. Seitdem ist es der Bank nur zweimal gelungen, im Jahr 2011, überhaupt positive Werte im BrandIndex zu erreichen. Mehr als +8 Punkte konnten aber nie verbucht werden.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.08.2012, 11:27 Uhranton

    Die Deutsche Bank gehört nicht nur zu den Abzocker-Banken, nein, sie versucht an vorderster Stelle ohne Wenn und Aber auf Kosten auch der Kleinsten ab zu zocken. Für mich hat die Bank und deren MA alles Positive an Verhalten und Geschäftsgebaren verloren.

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