ThemaDeutsche Bank

alles zum Thema

BrandIndex: Die gelbe Tochter steht besser da

BrandIndex: Deutsche Bank im Imagetief

« 2 / 2

Die gelbe Tochter steht besser da

Platz 10: Leonardo & Co. (1,9 Milliarden US-Dollar)

500 Meter vom Mailänder Scala-Theater liegt das Büro der Leonardo-Bank. In Mailand wurde das Kreditinstitut 1999 gegründet, heute ist sie in Deutschland die zehntgrößte Bank bei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) – zumindest gilt das für das erste Quartal 2012. Für diese Zeit ermittelte Thomson Reuters die führenden Geldhäuser bei Transaktionen. Dabei geht der Medienkonzern nach der Höhe des Transaktionsvolumens, das die Banken verschoben. Bei der Leonardo-Bank waren es im ersten Jahresviertel etwa 1,9 Milliarden US-Dollar in Deutschland.

Im Vorjahreszeitraum landete die italienische Bank noch auf Platz 43 der Rangliste.

Bild: AP

Der Vergleich mit anderen Geldhäusern im BrandIndex zeigt auch, dass sich das dauerhaft schlechte Image der Deutschen Bank nicht auf die ganze Branche übertragen lässt: Zwar verloren in der damaligen Finanzkrise auch andere Geldinstitute Imagepunkte, doch im Gegensatz zur Deutschen Bank konnte seit damals etwa die Postbank Ansehen zurückgewinnen. Sie erreicht seit mehr als zwei Jahren wieder leicht positive Werte im BrandIndex und liegt aktuell bei +2 Punkten.

Seit November 2010 hält die Deutsche Bank die Aktienmehrheit an der Postbank. Das vergleichsweise gute Image der Postbank gepaart mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Bonner Tochter mag die Banker in Frankfurt also ein wenig trösten.

Sparkassen und Volksbanken punkten

weitere Artikel

Freuen können sich hingegen die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken: Sie erreichen im BrandIndex seit Jahren äußerst positive Imagewerte. Die Volks- und Raiffeisenbanken liegen hier mit +48 Punkten vor den Sparkassen mit +35 Punkten. Genossenschaftsbanken und öffentlich-rechtliche Kreditinstitute haben sich auch in der Finanzkrise ihr Ansehen bewahrt. Mit aktuellen Reizthemen wie Nahrungsmittel-Spekulationen, Boni-Zahlungen und Euro-Krise bringen die Deutschen sie offenbar weniger in Verbindung als die großen deutschen Privatbanken. Ähnliches gilt für die Direktbank ING-Diba, die in Deutschland derzeit die beliebteste Bank der Verbraucher ist – allerdings zuletzt einige Punkte eingebüßt hat.

Anzeige

Mit Blick auf die starken Konkurrenten dürfte der Imagewandel für die Deutsche Bank zum Kraftakt werden. Gerade in Zeiten, in denen das Privatkundengeschäft wieder mehr in den Fokus rückt, sind dies für die Bank und deren Investoren keine guten Nachrichten.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.08.2012, 11:27 Uhranton

    Die Deutsche Bank gehört nicht nur zu den Abzocker-Banken, nein, sie versucht an vorderster Stelle ohne Wenn und Aber auf Kosten auch der Kleinsten ab zu zocken. Für mich hat die Bank und deren MA alles Positive an Verhalten und Geschäftsgebaren verloren.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Was die Bahn bewegte: Rückblick auf die Wochen 19+20
Was die Bahn bewegte: Rückblick auf die Wochen 19+20

Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...

    Folgen Sie uns im Social Web

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.