Bundesbank: Trotz Abschaffung des 500-Euro-Scheins mehr Bargeld in Umlauf

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Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele

von Saskia Littmann

Bargeld bleibt in Deutschland stark nachgefragt. „Der Wert des Bargelds, das die Bundesbank in Umlauf gegeben hat, ist im Jahr 2016 um über sieben Prozent gestiegen“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Das sei bemerkenswert, so Thiele im Interview mit der „WirtschaftsWoche“, da gleichzeitig deutlich mehr 500-Euro-Scheine bei der Bundesbank eingezahlt würden als diese ausgebe. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte im Mai 2016 beschlossen, die Ausgabe des 500-Euro-Scheins ab 2018 einzustellen. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem höheren Bargeldaufkommen und den negativen Zinsen sieht Thiele allerdings nicht. „Nach unseren Untersuchungen haben wir als Reaktion auf die Negativzinsen nicht feststellen können, dass die Deutschen mehr Bargeld horten“, sagte der Bundesbank-Vorstand.

Im April gibt die Bundesbank den neuen 50-Euro-Schein der Europa-Serie in Umlauf. Laut Thiele werden die neuen Scheine bisher seltener gefälscht. „Das hat sich in den Zahlen bemerkbar gemacht“, sagte Thiele gegenüber der „WirtschaftsWoche“. Der Schaden durch Falschgeld habe in Deutschland im vergangenen Jahr bei rund vier Millionen Euro gelegen.

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