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exklusivCommerzbank: Aufsichtsratschef Müller stellt sich hinter Job-Abbau

von Mark Fehr

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Deutschlands zweitgrößtem Kreditinstitut sieht keine Alternative zu den kürzlich angekündigten massiven Stellenstreichungen bei der Commerzbank.

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Müller (rechts) und Bankchef Martin Blessing auf einer Commerzbank-Hauptversammlung in Frankfurt. Quelle: REUTERS
Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Müller (rechts) und Bankchef Martin Blessing auf einer Commerzbank-Hauptversammlung in Frankfurt. Quelle: REUTERS

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„Wir haben in bestimmten Bereichen für unsere Mitarbeiter keine Arbeit mehr“, sagte Klaus-Peter Müller im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. Angesichts steigender Effizienz und sinkender Nachfrage nach Finanzprodukten in den Filialen gehe kein Weg am Jobabbau vorbei. Die Commerzbank hatte Ende Januar angekündigt, in den kommenden Jahren zwischen 4.000 und 6.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen.

 

Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller "Ich würde die Dresdner Bank wieder kaufen"

Erstmals seit der Finanzkrise äußert sich Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller zu den Problemen der Commerzbank. Seine umstrittenen Übernahmen von Dresdner Bank und Eurohypo verteidigt er.

Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller: "Ich würde die Dresdner Bank wieder kaufen"

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, gilt angesichts schlechter Zahlen und des auf ein Rekordtief gefallenen Aktienkurses bei Beobachtern als Bankchef auf Bewährung. Müller zufolge passe die Vokabel „auf Bewährung“ in diesem Zusammenhang überhaupt nicht. „Aber eines ist klar: Wenn der Vorstand seine Ziele ohne sehr triftige Gründe verfehlt und die erwartete Leistung nicht bringt, muss der Aufsichtsrat handeln. Das ist ja ein ganz normaler Vorgang“, sagte Müller.

Müller, der seit 2008 Aufsichtsratschef der Commerzbank ist, verteidigt seine umstrittene Entscheidung, die Dresdner Bank mitten in der Finanzkrise übernommen zu haben. „Ich würde die Dresdner Bank heute wieder kaufen, denn die Fusion wird sich im historischen Rückblick als strategisch richtig für die Commerzbank erweisen.“ Der Mega-Deal brachte Müllers Bank damals allerdings an den Rand des Zusammenbruchs, der Staat stützt das Kreditinstitut seither noch immer mit einer 25-prozentigen Beteiligung.  

Rang 2

Aufschließen zur Deutschen Bank wollte die Commerzbank Anfang des Jahrtausends, als mit der damaligen Dresdner Bank und der HypoVereinsbank noch zwei Institute zwischen dem Branchenführer und dem Möchtegern-Aufsteiger standen. Zwar besetzt die Commerzbank heute mit einer Bilanzsumme von rund 660 Milliarden Euro tatsächlich den zweiten Platz im Ranking der größten deutschen Kreditinstitute, doch die Aufholjagd mit dem Kauf der Dresdner Bank mitten in der Finanzkrise 2008 ist ihr schlecht bekommen. Nach dem Staatseinstieg muss das einst so ehrgeizige Unternehmen unter Chef Martin Blessing nun massenhaft Randgeschäft aus der Bilanz räumen. In einigen Bereichen sieht die Commerzbank trotzdem besser aus als ihre mächtige Konkurrentin Deutsche Bank.

Bild: dpa

Dennoch verteidigt Müller, der seit 2008 Aufsichtsratschef der Commerzbank ist, seine umstrittene Entscheidung, die Dresdner Bank mitten in der Finanzkrise übernommen zu haben. „Ich würde die Dresdner Bank heute wieder kaufen, denn die Fusion wird sich im historischen Rückblick als strategisch richtig für die Commerzbank erweisen.“ Der Mega-Deal brachte die Commerzbank damals allerdings an den Rand des Zusammenbruchs, der Staat stützt das Kreditinstitut seither noch immer mit einer 25-prozentigen Beteiligung.

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