Commerzbank: Martin Blessing: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

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Commerzbank: Martin Blessing: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

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Martin Blessing ist zufrieden mit dem Weg der Commerzbank.

Die Commerzbank hat es zurück in die Gewinnzone geschafft - trotz hoher Kosten durch den Bilanzabbau. Die "Bad Bank" ist binnen Jahresfrist um 29 Prozent geschrumpft.

Der Abbau ihrer milliardenschweren Immobilien- und Schiffskredite kostet die Commerzbank weiterhin Gewinn. Das operative Ergebnis vor Steuern sank im ersten Quartal um 30 Prozent auf 324 Millionen Euro, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Sie traf damit aber fast genau die Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich kehrte Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus mit 200 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück, nachdem die Kosten für den Abbau von mehr als 5000 Stellen ein Jahr zuvor für 98 Millionen Euro Verlust gesorgt hatten. Im Kerngeschäft macht die Commerzbank vor allem im Privatkundengeschäft und in Osteuropa Fortschritte.

"Im strategischen, kundenorientierten Geschäft haben wir ein ordentliches Ergebnis erzielt", erklärte Vorstandschef Martin Blessing. "Dies zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg." Zugleich komme die Bank beim Abbau von Immobilien-, Schiffs- und Staats-Krediten in der eigenen "Bad Bank" voran. Im ersten Quartal sei der Bestand der Kredite und Papiere um fünf Milliarden Euro geschrumpft, zudem seien kurzfristig auslaufende Staatskredite über neun Milliarden Euro in die eigene Liquiditätsreserve umgebucht worden. Das Volumen der "Bad Bank" schrumpfte damit binnen Jahresfrist um 29 Prozent auf 102 Milliarden Euro, bis 2016 sollen daraus 75 Milliarden Euro werden. Der Abbau führte im Quartal aber zu einem Verlust von 172 (Vorjahr: 86) Millionen Euro.

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In Großbritannien hatte sich die Commerzbank aus der Immobilienfinanzierung bereits zurückgezogen, in den USA seien die restlichen Kredite der früheren Eurohypo über 830 Millionen Euro nun mit einem kleinen Verlust an einen Finanzinvestor verkauft worden. In Spanien läuft der Verkauf eines bis zu 4,5 Milliarden Euro schweren Portfolios. Laut Finanzkreisen liegen fünf Gebote dafür vor.

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Finanzvorstand Stephan Engels bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr. Die Rückstellungen für faule Kredite sollen unter den 1,75 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr liegen. Im ersten Quartal sanken sie auf 238 (267) Millionen Euro. Die Kosten sollen nur leicht auf 7,0 (6,8) Milliarden Euro steigen. "Wir werden unseren Wachstumskurs in der Kernbank fortsetzen - und zwar trotz schwacher Kreditnachfrage, Kundenzurückhaltung und Niedrigzinsumfeld", nannte Engels die Belastungsfaktoren. Der operative Gewinn im Kerngeschäft sank im ersten Quartal auf 496 (550) Millionen Euro.

Der Gewinn im Privatkundengeschäft, der sich dank des laufendem Umbaus um 62 Prozent erhöht habe, sei vielversprechend, erklärte das Geldhaus. Die Kundenzahl sei um 43.000 gestiegen. Bei der polnischen MBank (ehemals BRE Bank) kamen 60.000 Kunden hinzu.

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