Commerzbank: Steuerzahlern droht Milliardenverlust

Commerzbank: Steuerzahlern droht Milliardenverlust

von Mark Fehr

Bankenrettung: Der Kurssturz der Commerzbank-Aktie im vergangenen Jahr beschert dem staatlichen Bankenrettungsfonds einen Wertverlust in Milliardenhöhe.

Für die deutschen Steuerzahler fällt die Zwischenbilanz der Commerzbank-Rettung negativ aus. Auch die Rückzahlung großer Teile der Kapitalhilfen sowie eine Abfindung von einer Milliarde Euro an den staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin ändert nichts daran. Grund dafür sind die hohen Kursverluste der Commerzbank-Aktie im vergangenen Jahr. Da das Papier 2011 weit unter die gezahlten Einstiegspreise rutschte, ist der Wert der 25-prozentigen Beteiligung des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin an dem Kreditinstitut eingebrochen.

Wie viel Staatsgeld steckt noch in der Commerzbank? Der Soffin hatte im Juni 2009 für 1,8 Milliarden Euro ein Viertel der Aktien von Deutschlands zweitgrößter Bank gekauft, um diese vor der Finanzkrise zu retten. Je Aktie legten die Steuerzahler damals sechs Euro auf den Tisch. Später übernahmen die Bankenretter in mehreren Schritten zahlreiche weitere Aktien, um nach diversen Kapitalmaßnahmen der Commerzbank den staatlichen Anteil von 25 Prozent plus einer Aktie konstant zu halten.

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Ohne die Bankenretter ging es nicht

Insgesamt hat der Soffin rund 4,7 Milliarden Euro in Aktien der Commerzbank investiert. Die Einstiegspreise sanken dabei sukzessive. An den beiden Schritten der großen Kapitalerhöhung der Commerzbank Mitte des Jahres 2011 beteiligte sich der Soffin im Volumen von 1,4 Milliarden Euro zu 4,25 Euro je Aktie sowie mit 1,3 Milliarden Euro zu 2,18 Euro je Aktie. Auch bei der Wandlung von Hybridanleihen im Januar vor einem Jahr haben die Bankenretter Aktien für 221 Millionen Euro zu 5,61 Euro je Anteilsschein gezeichnet.

Zusätzlich zur Aktienbeteiligung hatte der Bankenrettungsfonds der Commerzbank Stille Einlagen im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um die Haftungsmasse des von der Finanzkrise betroffenen Instituts zu erhöhen. Die Bank hat das Geld 2011 in einem großen Kraftakt bis auf einen Rest von 1,9 Milliarden Euro weitgehend zurückgezahlt. Der Soffin musste auf Zinsen verzichten, kassierte aber immerhin eine Abfindungszahlung für die Stille Einlage in Höhe von einer Milliarde Euro.

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