Commerzbank: „Wenig Überraschungen“ bei Bankentests erwartet

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Commerzbank: „Wenig Überraschungen“ bei Bankentests erwartet

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Die genauen Kriterien des Stresstests sind noch nicht bekannt: „Es gibt daher nur grobe Annahmen, was untersucht werden könnte. Aber auch hier erwarte ich für die Commerzbank keine Überraschungen.“, so der Chef der Commerzbank.

Die Commerzbank sieht sich gut vorbereitet für die Überprüfung der Europäischen Zentralbank. Aber - die Tests der EZB sind für die Branche teuer: „Die Bafin bestellt, die Wirtschaftsprüfer liefern, wir bezahlen alles.“

Commerzbank-Chef Martin Blessing erwartet bei den laufenden Überprüfungen der Geldinstitute in Europa „wenig Überraschungen“ für sein Haus. Blessing sagte der Nachrichtenagentur dpa in Berlin, die Tests der Europäischen Zentralbank (EZB) würden sicherstellen, „dass in den 128 untersuchten Banken auch wirklich Äpfel mit Äpfeln verglichen werden“. Auf die Frage, wann ein Kredit „notleidend“ sei, müsse es bei jedem Institut dieselbe Antwort geben. „Nur dann kann man vergleichen. Von dieser Überprüfung erwarte ich für die Commerzbank wenig Überraschungen“, betonte Blessing.

Untersucht wird zum Beispiel, ob in den Bankbilanzen Altlasten schlummern oder ob es Kapitallöcher gibt. In diesem Sommer gibt es zudem einen Stresstest, der die Krisentauglichkeit der Institute im Falle von Wirtschaftseinbruch und Absturz der Immobilienpreise unter die Lupe nehmen wird. Ergebnisse wollen die Aufseher im Oktober veröffentlichen. Am 4. November soll die neue Bankenaufsicht starten, die EZB überwacht ab dann die größten Banken im Euroraum zentral.

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Zu den bevorstehenden Stresstests verwies Blessing darauf, dass die genauen Kriterien noch nicht bekannt sind: „Es gibt daher nur grobe Annahmen, was untersucht werden könnte. Aber auch hier erwarte ich für die Commerzbank keine Überraschungen.“ Bei der Commerzbank liefen die Geschäfts zuletzt besser als erwartet. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Bank trotz hoher Kosten für den Konzernumbau und Verlusten beim Abbau von Altlasten 78 Millionen Euro Überschuss. Das übertraf die Erwartungen von Analysten und auch die des Managements.

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Allein in der Commerzbank seien mit den laufenden Prüfungen mehrere hundert Mitarbeiter beschäftigt, berichtete Blessing. „Die Finanzaufsicht Bafin schickt Wirtschaftsprüfer für sechs bis acht Monate - natürlich in Truppenstärke - wir stellen Räume, PCs.“ Anders ausgedrückt: „Die Bafin bestellt, die Wirtschaftsprüfer liefern, wir bezahlen alles.“ Dieses Verfahren trage sicherlich auch dazu bei, „dass die regulatorischen Kosten in der Bankenbranche insgesamt steigen werden“, sagte der Commerzbank-Chef.

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