Credit Suisse: Schweizer planen Kapitalerhöhung von vier Milliarden Franken

Credit Suisse: Schweizer planen Kapitalerhöhung von vier Milliarden Franken

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Das Schweizer Geldhaus Credit Suisse hat seinen Hauptsitz in Zürich.

Mit einer erneuten Kapitalerhöhung sucht die Credit Suisse den Befreiungsschlag und will die Debatte um eine zu dünne Kapitaldecke beenden. Den Teil-Börsengang des Schweizer Geschäfts bläst die Großbank ab.

Weniger als eineinhalb Jahre nach der letzten Kapitalerhöhung zapft die Credit Suisse erneut die Anleger an. Rund vier Milliarden Franken will sich die zweitgrößte Schweizer Bank am Markt besorgen und damit die Debatte um eine zu dünne Kapitaldecke beenden. Mit der Transaktion soll die Kernkapitalquote auf 13,4 Prozent klettern von derzeit 11,7 Prozent. Damit nähert sich die Credit Suisse den Werten der Rivalen UBS und Deutsche Bank an. Den Teil-Börsengang des Schweizer Geschäfts bläst die Credit Suisse dagegen ab, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

"Indem wir jetzt Kapital aufnehmen, können wir unser Wachstum fortsetzen", erklärte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. Zudem erlaubten die frischen Mittel der Bank, den Konzernumbau abzuschließen. Das Ergebnis des ersten Quartals 2017 belege, dass das Institut gut unterwegs sei. In den ersten drei Monaten des Jahres fuhr die Credit Suisse dank eines florierenden Anleihengeschäfts mit 596 Millionen Franken den höchsten Quartalsgewinn seit eineinhalb Jahren ein. Analysten hatten mit einem Überschuss von 423 Millionen Franken gerechnet.

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Jagd nach Steuersündern Durchsuchungen bei Credit Suisse

Ermittler haben auf der Jagd nach Steuersündern Büros der Credit Suisse durchsucht. Unterlagen wurden beschlagnahmt. Die Bank erklärt: "Wir arbeiten mit den Behörden zusammen".

Ermittler haben auf der Jagd nach Steuersündern Büros der Credit Suisse kontaktiert. Quelle: dpa

Mit dem über den Erwartungen liegenden Ergebnis dürfte es der Bank einfacher fallen, bei den Aktionären für eine Kapitalerhöhung zu werben. Am 18. Mai sollen die Eigner auf einer außerordentlichen Generalversammlung grünes Licht für die Transaktion geben. Der erste Handelstag der neuen Aktien sei für den 8. Juni geplant. Ein Bankenkonsortium bestehend aus Deutsche Bank und Morgan Stanley habe zugesagt, die Aktien zu übernehmen.

Die Credit Suisse nutzt mit der Emission den größeren Risiko-Appetit der Anleger. Erst Anfang Monat hatte die Deutsche Bank ihre vierte Kapitalerhöhung in sieben Jahren unter Dach und Fach gebracht und dabei acht Milliarden Euro eingesammelt.

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