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Deutsche Bank: Abschied von Joe Almighty

von Mark Fehr

Nach Ackermanns Abgang muss die neue Doppelspitze den ramponierten Ruf der Deutschen Bank flicken.

Josef Ackermann - Meilensteine einer Karriere

Bereits vor den Ergebnissen des ersten Quartals 2012 hatte Josef Ackermann enttäuscht - und zwar mit der Jahresbilanz 2011. Im Gesamtjahr 2011 verdiente das Geldinstitut nur 5,4 Milliarden Euro. Dank einer Steuergutschrift stand zum unter dem Strich ein Gewinn von 147 (Vorjahr: 601) Millionen Euro in den Büchern. Damit verfehlte die Bank die Prognosen deutlich. Nichtsdestotrotz: Der scheidende Deutsche-Bank-Chef kann auf eine imposante Karriere zurückblicken.

Quelle: dpa

Bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das Jahr 2011 setzte sich Josef Ackermann ein letztes Mal als zentrale Leitfigur in Szene. Positioniert in der Mitte des 13-köpfigen Podiums mit hochrangigen Deutsche-Bank-Managern nahm der scheidende Chef sämtliche Fragen aus dem Publikum entgegen und dirigierte diese bei Bedarf an seine Vorstandskollegen weiter.

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Die designierten Nachfolger für die Vorstandsspitze, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, mussten in gebührendem Abstand von Ackermann Platz nehmen. Mit der Inszenierung der Bankführung als Ein-Mann-Show wird es aber bald vorbei sein.

Ackermann hat sich überlebt
Die neue Doppelspitze aus Deutschland-Chef Fitschen und dem bisher in London stationierten obersten Investmentbanker Jain dürfte für eine ausgewogenere Machtverteilung und mehr Teamgeist an der Führungsspitze sorgen. Das ist zu begrüßen, denn das System Ackermann hat sich überlebt. Die ständige Inszenierung des Vorstandschefs als Steuermann und Alleinherrscher hat zwar dem persönlichen Image Ackermanns gedient. Doch hinter der von Joe Almighty – dem allmächtigen Josef – zur Schau gestellten Fassade begann Deutschlands wichtigste Bank zu bröckeln.

Bilanz Deutsche Bank macht Verluste

Es ist das letzte Mal, dass Josef Ackermann die Zahlen der Deutschen Bank vorstellt. Und die sind dieses Mal mies.

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Mit einem enttäuschenden Konzernergebnis von nur 5,4 Milliarden Euro vor Steuern für das vergangene Jahr – netto waren es 4,3 Milliarden Euro – blieb Ackermann der geplante fulminante Abschied verwehrt. Zwar hat die Bank ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Doch für die höhere Messlatte hat Ackermann selbst gesorgt. Das von ihm angepeilte Rekordziel für 2011 von rund zehn Milliarden Euro musste er zwischenzeitlich kassieren.

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