Deutsche Bank: Im Libor-Skandal drohen weitere Konsequenzen

Deutsche Bank: Im Libor-Skandal drohen weitere Konsequenzen

Im Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze drohen der Deutschen Bank auch nach dem Rücktritt von Co-Chef Anshu Jain noch Konsequenzen der Finanzaufsicht Bafin.

Ein Behördensprecher sagte am Montag, dass sogenannte aufsichtsrechtliche Maßnahmen möglich seien. Das könnte bedeuten, dass das größte deutsche Geldhaus zu Umstrukturierungen verpflichtet wird, damit sich früheres Fehlverhalten nicht mehr wiederholen kann.

Die „Financial Times“ (FT) hatte am Samstag aus einem Schreiben der Bafin-Kontrolleurin Frauke Menke an die Bank zitiert. „Ich sehe die Verfehlungen, wegen derer Herr Jain beschuldigt wird, als schwerwiegend an“, schrieb Menke demnach. Jain habe etwa durch eine Veränderung der Sitzordnung im Handelssaal ein Umfeld geschaffen, „das eine Ausnutzung von Interessenskonflikten förderte“. Zudem verdächtige die Bafin Jain, bei der Aufklärung der Vorwürfe getäuscht zu haben. Die Finanzaufsicht wollte sich zu dem Schreiben nicht äußern. Die Deutsche Bank wies die Darstellung zurück.

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Deutsche Bank Aktionäre strafen Jain und Fitschen ab

Die Deutsche Bank ist mit dem Versuch einer strategischen und personellen Neuaufstellung bei ihren Aktionären abgeblitzt. Statt Applaus gab es sogar Buhrufe aus dem Publikum und klare Abstimmungsergebnisse.

huGO-BildID: 44854930 Anshu Jain (L) and Juergen Fitschen, co-CEOs of Deutsche Bank, attend the bank's annual general meeting in Frankfurt, Germany, May 21, 2015. Deutsche Bank reshuffled its management board late on Wednesday, consolidating restructuring authority under co-Chief Executive Anshu Jain while bidding farewell to its retail banking head Rainer Neske. The reshuffle comes one day before the German bank holds what promises to be a stormy annual general meeting after shareholders openly expressed dismay at lagging profits, soaring fines and sluggish reforms. REUTERS/Kai Pfaffenbach Quelle: REUTERS

Jain hatte seinen Rücktritt zum 30. Juni erklärt. Nach Bankangaben hat der Schritt nichts mit den Bafin-Ermittlungen zu tun. Die Verwicklungen in die Zinsaffäre haben das Institut bereits rund drei Milliarden Euro an Strafen gekostet.

Derweil ruft der Bafin-Bericht laut „FT“ (Montag) nun auch die New Yorker Finanzbehörde DFS auf den Plan. Sie untersuche mögliche Manipulationen beim Derivate-Referenzwert Isdafix. Demnach soll die Bafin in ihrem Bericht festgestellt haben, dass ein Händler der Deutschen Bank zum Nachteil der Fondsgesellschaft Pimco 2010 bei diesem Referenzwert getrickst hat. Beim Isdafix laufen bereits von anderen Behörden Ermittlungen gegen zahlreiche Investmentbanken.

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