Deutsche Bank: Kirch-Erben fordern Akteneinsicht

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Deutsche Bank: Kirch-Erben fordern Akteneinsicht

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Der Medienunternehmer Leo Kirch ist 2011 verstorben.

Im Schadensersatzprozess gegen die Deutsche Bank fordern die Kirch-Erben Einsicht in die Ermittlungsakten. Die Deutsche Bank gibt sich entspannt im Fall Kirch, fürchtet jedoch etwas anderes.

Die Ermittlungsakten zum Fall des Münchener Medienunternehmers Leo Kirch sind in den Händen der Münchener Staatsanwaltschaft. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung fordern die Kirch-Erben jetzt Akteneinsicht. Die Anwälte wollen in den Akten nach Material suchen, das sie im Schadensersatzprozess beim Oberlandesgericht (OLG) in München gegen die Deutsche Bank benutzen können.

Den Kirch-Erben wurde vom OLG bereits Schadensersatz zugesprochen. Durch die neue Forderung wollen sie herausfinden, wie viel die Deutsche Bank für den nach Ansicht des OLG verwerflichen Umgang mit ihrem Kreditkunden Kirch zahlen soll. Der 2011 verstorbene Medienmagnat war 2002 Pleite gegangen. Die Deutsche Bank soll ihn kurz vor der Pleite öffentlich unter Druck gesetzt haben. Das Ziel soll gewesen sein, ein lukratives Beratermandat zu erhalten. Dies soll die Deutsche Bank versucht haben vor dem OLG geheim zu halten. Bis heute weisen sie die Vorwürfe zurück.

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Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung hat die Staatsanwaltschaft bei zwei Durchsuchungen der Deutschen Bank zahlreiche Dokumente beschlagnahmt: E-Mails, Vermerke und Vorstandspapiere und zahlreiche andere Unterlagen über die Kirch-Affäre. Ermittelt wird wegen versuchten Prozessbetruges gegen die Bank - gegen Jürgen Fitschen und seinen Vorgänger Josef Ackermann, Rolf Breuer und zwei weitere ehemalige Manager. Die weisen nach SZ-Informationen alle Vorwürfe zurück und wollen die Akteneinsicht der Kirch-Erben verhindern.

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Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die Staatsanwaltschaft der Forderung der Kirch-Erben stattgibt. Die Kanzlei Bub, Gauweiler & Partner ist bereits an die Ermittlungsakten um mutmaßliche Korruption in der Formel 1 gekommen und kann die Unterlagen nun für den Schadensersatzprozess einer Kirch-Firma gegen Renn-Boss Bernie Ecclestone in London nutzen. Leo Kirch war vor 2002 Hauptaktionär der Formel 1. Seine Erben fühlen sich von Ecclestone betrogen.

Ähnlich wie in diesem Fall, könnte auch im Prozess mit der Deutschen Bank eine Akteneinsicht gewährt werden. Das Geldinstitut reagiert entspannt, es sei kein belastendes Material dabei. Die Bank fürchtet jedoch etwas anderes. Sollten die Ermittlungsakten für die Kirch-Erben öffentlich werden, so würde die Korrespondenz zwischen der Bank, den Beschuldigten und deren Anwälten offengelegt werden. Und somit auch die Prozesstaktik der Bank.

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