Deutsche Bank: Streit im Aufsichtsrat um Boni

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Bei der Deutschen Bank soll es Streit um Boni gegeben haben.

von Cornelius Welp und Hauke Reimer

Bei der Sitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Bank soll es zu einer heftigen Auseinandersetzung um die Höhe der Boni für Top-Mitarbeiter gekommen sein.

Die Höhe der variablen Vergütung für die Investmentbanker der Deutschen Bank hat deren Führung und Aufsichtsrat entzweit. Wie mehrere Insider berichten, soll es in der Sitzung des Kontrollgremiums am 15. Dezember zu einer heftigen Auseinandersetzung über das Thema gekommen sein.

Die für die Investmentbank zuständigen Vorstände Marcus Schenck und Garth Ritchie hätten sich für eine deutlich höhere Vergütung eingesetzt und gedroht, andernfalls würden wichtige Mitarbeiter die Bank verlassen. Angesichts schlechter Ergebnisse im vierten Quartal hätten andere Vorstände und Kontrolleure das Ansinnen aber zurückgewiesen. Eine Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren. Letztlich sollen sich beide Seiten geeinigt haben.

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Das Thema ist brisant, weil das Institut 2016 die Boni drastisch gekürzt hatte. Viele Banker kassierten damals überhaupt keine Zusatzzahlung. 2015 hatte die Bank rund 1,4 Milliarden Euro an Investmentbanker ausgeschüttet. Ritchie und Schenck sollen nun mindestens 1,2 Milliarden Euro gefordert haben.

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