Die Probleme häufen sich: Deutsche Bank vor Gewinnwarnung?

Die Probleme häufen sich: Deutsche Bank vor Gewinnwarnung?

von Axel PostinettQuelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank erwägt Medienberichten zufolge eine Gewinnwarnung für das abgelaufene vierte Quartal. Die Zahlen werden am 29. Januar erwartet. Die Bank schweigt, im New Yorker Handel fällt die Aktie.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf nicht genannte Quellen meldet, überlegt das Management der Investmentbank eine Gewinnwarnung herauszugeben, bevor die Quartalsergebnisse und die Ergebnisse des Jahres 2013 Ende des Monats offiziell mitgeteilt werden. Nach deutschem Börsenrecht wäre das notwendig, wenn absehbar ist, dass die Ergebnisse signifikant von den Erwartungen abweichen werden.

Nach einem Verlust von rund 2,2 Milliarden Euro im Vorjahresquartal liegen die Analystenschätzungen bei einem Gewinn von durchschnittlich rund 700 Millionen Euro. Ronald Weichert, ein Sprecher der Bank, erklärte gegenüber dem WSJ, dass man grundsätzlich Marktgerüchte nicht kommentiere.

Anzeige

Wie andere europäische und US-amerikanische Banken operiert die Deutsche Bank in einem schwierigen Umfeld, wobei viele der Probleme auch hausgemacht sind. So hatte am Freitag US-Konkurrent Morgan Stanley deutlich geringere Ergebnisse ausgewiesen, weil für drohende Strafzahlungen über 1,2 Milliarden Dollar für Altlasten aus der Finanzkrise zurückgelegt werden mussten. Bei J.P. Morgan waren 1,1 Milliarden Dollar an Strafzahlungen angefallen, die teilweise durch einen Verkauf von Anteilen am Kreditkartenunternehmen Visa kompensiert werden mussten.

Weitere Artikel

Weitere Probleme türmen sich auf: Die Großbanken HSBC und Citi haben im Zusammenhang mit angeblichen Devisenkursmanipulationen Devisenhändler beurlaubt, nach Angeben von Reuters ist dies auch bei der Deutschen Bank in den USA passiert. Nach Informationen des Handelsblatts sind dabei nicht nur einfache Händler betroffen, sondern auch Bankmanager könnten in die Vorgänge verwickelt sein.

Wie sich das auswirken wird, ist noch völlig unklar. Aber für diverse anhängende Verfahren und Untersuchungen hat die Bank bereits vier Milliarden Euro zurückgestellt - ob das ausreichen wird, ist nicht klar. Im Dezember hat die EU über die Bank ein Strafgeld von 725 Millionen Euro im Zusammenhang mit Zinsmanipulationen verhängt. Insgesamt wurden sechs Institute zu einer Rekordstrafe von zusammen 1,7 Milliarden Euro verdonnert. Ende Dezember teilte die Deutsche Bank mit, gegen eine Zahlung von 1,4 Milliarden Dollar an die Federal Housing Finance Agency habe man das größte anhängige Verfahren wegen Hypotheken-gedeckter Anleihen in den USA abgeschlossen.

Laut Wall Street Journal tragen zum angeblich kommenden schwachen Quartalsausweis für das Quartal vor allem Probleme beim Verkauf von Unternehmensbeteiligungen sowie ein schwaches Ergebnis im Anleihehandel bei.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%