Dividendenaffäre: Steuerhinterziehung kommt HVB teuer zu stehen

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Dividendenaffäre: Steuerhinterziehung kommt HVB teuer zu stehen

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Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hatte im vergangenen November die Münchner Zentrale und mehrere Büros der HVB durchsuchen lassen. Die Steuerhinterziehung soll die Bank jetzt teuer zu stehen kommen.

Die HypoVereinsbank soll bei Aktiengeschäften Steuern hinterzogen haben. Laut Vorstandschef Theodor Weimer könnte die Steueraffäre könnte die Bank bis zu 200 Millionen Euro kosten.

Die Affäre um mutmaßliche Steuerhinterziehung mit Dividendenpapieren bei der HypoVereinsbank weitet sich aus. Vorstandschef Theodor Weimer habe den möglichen Schaden für die Tochter der italienischen UniCredit im Aufsichtsrat auf bis zu 200 Millionen Euro beziffert, sagte eine Person aus dem Umfeld der Bank am Mittwoch. Wie auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, liegt dem Aufsichtsrat inzwischen das von der Bank selbst in Auftrag gegebene, 173 Seiten umfassende Gutachten der Anwaltskanzlei Skadden Arps vor. Das sogenannte "Dividenden-Stripping" hatte im November auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt auf den Plan gerufen, die die HVB durchsuchen ließ.

Verdacht auf Steuerhinterziehung Razzia bei HypoVereinsbank

Steuerfahnder und Polizei haben laut einem Medienbericht die Münchner Zentrale der HypoVereinsbank durchsucht. Der Verdacht: Das Institut soll den Fiskus jahrelang um Millionen betrogen haben.

HypoVereinsbank Quelle: dpa

Eine HVB-Sprecherin sagte: "Wir sind an einer umfassenden Klärung des Sachverhalts interessiert und arbeiten konstruktiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen." Zunächst hatten sich die Untersuchungen auf einen Berliner Immobilieninvestor konzentriert, der den Fiskus zusammen mit HVB-Mitarbeitern mit dem "Dividenden-Stripping" in den Jahren 2006 bis 2008 um 124 Millionen Euro gebracht haben soll. Er bestreitet die Vorwürfe. Doch die Münchener HVB hat das umstrittene Modell auch in mehr als zehn Fällen pro Jahr im Eigenhandel - also ohne Kundenauftrag - angewandt, wie sie eingeräumt hat. Der Vorstand sei aber nicht darin verwickelt, hieß es in Bankkreisen.

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Das Gutachten von Skadden Arps soll dem Insider zufolge auch an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte am Mittwoch, die Ermittler seien noch dabei, die Erkenntnisse aus der Razzia auszuwerten. Es gebe nichts Neues mitzuteilen. Die HVB sei wohl nicht die letzte Bank, die von Ermittlungen zum "Dividenden-Stripping" betroffen ist. Denn das Verfahren war lange Zeit weit verbreitet und galt als Steuer-Schlupfloch. Mittlerweile ist es durch strengere Gesetze gestopft. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums prüfen Finanzämter derzeit mehrere Fälle von Leerverkäufen rund um den Tag der Dividendenzahlung.

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Im vorliegenden Fall wurden offenbar Aktien vor dem Stichtag leer verkauft. Tatsächlich geliefert werden sie erst danach. Angeblich ließen sich beide Vertragspartner von der Bank bescheinigen, die Kapitalertragssteuer auf die Erlöse bezahlt zu haben - doch an den Fiskus abgeführt wurde sie nur einmal.

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