EBA-Umfrage: Spaniens Spitzen-Banker verdienen am besten

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EBA-Umfrage: Spaniens Spitzen-Banker verdienen am besten

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Ein Banker im Londoner Finanzdistrikt.

von Saskia Littmann

Ausgerechnet die Top-Verdiener aus Spaniens Krisenbanken haben im Vergleich mit ihren europäischen Kollegen 2011 die höchsten Gehälter kassiert. Aber auch deutsche Banker durften sich über üppige Gehälter freuen.

Verkehrte Welt im Bankensektor: Nicht die Briten, sondern ausgerechnet spanische Topbanker kassierten 2011 die höchsten Durchschnittsgehälter der Branche. Rund 2,44 Millionen Euro konnten sie im Schnitt einstreichen, bei den Spitzenverdienern in britischen Banken waren es dagegen nur 1,44 Millionen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Europäische Bankenaufsicht EBA am Montag in London veröffentlichte.

Auch deutsche Spitzen-Banker gehören im Vergleich zu ihren Kollegen in Europa zu den Topverdienern. Immerhin 1,83 Millionen Euro strichen sie 2011 im Schnitt ein. Gegenüber 2010 ist das Durchschnittsgehalt leicht um 0,13 Millionen Euro gesunken. Auch die Zahl der Banker, die ein Jahresgehalt über einer Million ihr Eigen nennen können, ist in Deutschland leicht zurück gegangen. Während es 2010 noch 196 Bank-Millionäre gab, waren es 2011 nur noch 170.

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Damit haben Länder wie Spanien oder Deutschland die britischen Banker als Spitzenverdiener abgelöst. Die mussten zwischen 2010 und 2011 beim durchschnittlichen Einkommen einen Rückgang von mehr als 37 Prozent hinnehmen. Was die Zahl der Millionen-Gehälter angeht liegt Großbritannien aber weit vorne. 2436 britische Bankangestellte durften sich 2011 über ein Gehalt von einer Million Euro oder mehr freuen.

Frankfurter Bankenskyline Quelle: dpa

Interessanterweise sind es aber nicht die Investmentbanker, die die Topgehälter kassieren. In Deutschland lag das durchschnittliche Gehalt im Investmentbanking 2011 bei 1,65 Millionen Euro, während die Spitzen-Privatkundenbanker mit 1,87 Millionen Euro deutlich mehr verdienten. Noch besser sieht es bei den Top-Positionen im Asset Management aus, da waren im Schnitt sogar mehr als zwei Millionen Euro zu holen.

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Gerade bei den Spitzenverdienern im Bankbereich spielt die Höhe der Boni eine entscheidende Rolle. Erst im Februar hatte die EU beschlossen, maximale Boni in höhe von zwei Festgehältern zu erlauben. Damit soll verhindert werden, dass Banker dank der Aussicht auf einen höheren Bonus höhere Risiken eingehen. Insbesondere Großbritannien hatte sich gegen die Regelung gewehrt und argumentiert, Europas Banken würden international an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Vieles deutet darauf hin, dass die Geldinstitute bereits an neuen Vergütungsmodellen arbeiten - höhere Fixgehälter könnten die Einbußen bei den Boni wettmachen.

Ein Großteil der befragten Manager ist in Positionen tätig, die Verantwortung über das ganze Institut hinweg einschließen. Dazu gehören laut EBA Vorstandsaufgaben, Risikomanagement, Revision, juristische Bereiche und Personalwesen. Die nationalen Aufsichtsbehörden hatten die Daten für die EBA gesammelt. Für das Jahresende kündigten die europäischen Aufseher einen detaillierten Bericht über die Vergütungspraxis der Banken in der EU an.

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