
WashingtonDie US-Regierung will die in der Finanzkrise verstaatlichten US-Hypothekenkonzerne Fannie Mae und Freddie Mac schneller als bislang geplant abwickeln. Beide müssten ab sofort alle Gewinne an den Staat abgeben, teilte das Finanzministerium am Freitag mit. Bislang hatten sie jeweils nur eine Dividende von zehn Prozent abführen müssen. Zudem wurde ihnen jetzt auferlegt, sich künftig pro Jahr von 15 Prozent ihres Geschäfts zu trennen. Bislang waren zehn Prozent vereinbart. Damit könnten sie ihr Geschäftsvolumen bis zum Jahr 2018 auf 250 Milliarden Dollar abbauen - vier Jahre früher als bislang angestrebt.
Die Regierung hatte die Unternehmen mit 188 Milliarden Dollar Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet. Seit einiger Zeit erwirtschaften Fannie und Freddie aber wieder Gewinne und zahlen Geld zurück. Freddie und die größere Schwester stehen hinter 60 Prozent der US-Immobilienkredite. Mit dem Platzen der Blase am Häusermarkt waren beide ins Straucheln geraten und wurden 2008 faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt. Beide verleihen selber kein Geld an Immobilienkäufer. Sie kaufen und versichern jedoch Hypotheken anderer Banken, um ihnen eine größere Kreditvergabe zu ermöglichen. Das brockte ihnen in der Finanzkrise gigantische Verluste ein.





















