Faule Hypotheken: Bank of America leidet unter Milliardenstrafe

Faule Hypotheken: Bank of America leidet unter Milliardenstrafe

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Das Logo der Bank of America

Eine Rekordstrafe drückt die Bank of America in die Verlustzone - der Fehlbetrag ist aber geringer als erwartet. Experten hoffen auf ein Ende der Sonderlasten.

Die Rekordstrafe für den Verkauf fauler Hypothekenpapiere hat die Bank of America im dritten Quartal in die roten Zahlen rutschen lassen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 70 Millionen Dollar, wie das zweitgrößte Geldhaus des Landes nach JP Morgan am Mittwoch mitteilte. Experten hatten mit einem etwas höheren Verlust gerechnet. Ein Jahr zuvor hatte das Institut aus Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina noch 2,22 Milliarden Dollar verdient.

Die Bank of America hatte den Streit mit der US-Regierung um die Nachwehen der Finanzkrise im August beigelegt und fast 17 Milliarden Dollar gezahlt. 5,3 Milliarden Dollar davon belasten wie angekündigt das Quartalsergebnis. Die Bank-of-America-Aktie legte vorbörslich leicht zu.

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Fondsmanager und Analysten hoffen, dass die Bank damit einen Schlussstrich unter die Finanzkrise ziehen kann. Insgesamt hat sie bisher mit 70 Milliarden Dollar dafür gebüßt - doppelt so viel wie der Konkurrent JP Morgan.

Die Bank of America hatte ein besonders großes Rad auf dem US-Häusermarkt gedreht. Das Institut kaufte unter anderem den Immobilienfinanzierer Countrywide - zu einer Zeit, als sich der Kollaps auf dem Markt und die Finanzkrise bereits abzeichneten. Countrywide hatte viele Hypotheken an Familien mit geringer Bonität vergeben. Die Ausfallraten waren hoch.

Die Bank of America bündelte diese Kredite und verkaufte sie als Wertpapiere an Investoren weltweit. Als diese damit hohe Verluste erlitten, warfen sie der Bank vor, die Risiken verschleiert zu haben. Mit den Milliarden soll unter anderem geschädigten Hausbesitzern geholfen werden. Die Behörden wurden auf den Plan gerufen, weil auch die staatlich gestützten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac geschädigt wurden.

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Bank-of-America-Chef Brian Moynihan, der sich die vergangenen Jahre fast nur mit den Altlasten beschäftigt hat, betonte vor allem die operativen Erfolge: "Die Renditen in den meisten Sparten haben sich gegenüber dem Vorjahresquartal verbessert." Hauptziel bleibe, die Struktur der Bank zu vereinfachen und sie auf die Realwirtschaft auszurichten. Bei den Kostensenkungen habe man deutliche Fortschritte gemacht.

Die Erlöse im Investmentbanking legten bei Bank of America Merrill Lynch um vier Prozent zu. Die größte Sparte der Bank, das Filialkundengeschäft, verdiente dank geringerer Kreditausfälle mit 1,86 Milliarden Dollar knapp vier Prozent mehr.

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