Finanzaufsicht: BaFin verlangt von kleinen Banken mehr Kapital

Finanzaufsicht: BaFin verlangt von kleinen Banken mehr Kapital

Kleinere deutsche Banken müssen sich auf Geheiß der Finanzaufsicht BaFin besser gegen einen abrupten Zinsanstieg absichern.

Der oberste BaFin-Bankenaufseher Raimund Röseler fordert von Januar an von den deutschen Geldinstituten einen zusätzlichen Kapitalpuffer gegen Zinsänderungsrisiken, wie die Behörde am Dienstag in Bonn mitteilte. Banken, die nicht direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden, müssen dann genügend Eigenmittel vorhalten, um die Folgen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um zwei Prozentpunkte auf ihr Anlagebuch abzufedern.

Je nachdem, wie viele variabel verzinste Kredite und Anlagen eine Bank mit welchen Laufzeiten in den Büchern hat, kann das die geforderte Gesamtkapitalquote von mindestens acht auf 10,6 Prozent nach oben schnellen lassen. Die Bankenaufseher fürchten, dass sich die Zinserträge - etwa aus langfristigen Krediten - bei einem Zinsanstieg nur langsam verändern, die Zinsaufwendungen aber mit den Marktzinsen schnell stark steigen. "Je nach Höhe des Zinsanstiegs kann das Zinsergebnis auch negativ werden - und das für mehrere Folgeperioden", heißt es in der Verfügung zur Begründung.

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Der neue Puffer soll diesen Zinsschock laut BaFin wenigstens zur Hälfte ausgleichen. Das sei für alle Institute verkraftbar, hieß es in Aufsichtskreisen. Die betroffenen Banken können ihre bestehenden Vorsorgepuffer darauf anrechnen lassen. Für die 20 größten deutschen Geldhäuser, die direkt von der EZB überwacht werden, ist der Sicherheitspuffer Teil der Kapitalanforderung (SREP), die die Aufseher für jedes Haus individuell festlegen.

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