Finanzhaus des Heiligen Stuhls: Vatikanbank verzwanzigfacht ihren Gewinn

Finanzhaus des Heiligen Stuhls: Vatikanbank verzwanzigfacht ihren Gewinn

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Nach Korruptions- und Geldwäschevorwürfen hatte das Geldinstitut des Vatikans im Oktober 2013 erstmals eine Bilanz vorgelegt und sich mehr Transparenz auf die Fahnen geschrieben.

Vor zwei Jahren legte die Vatikanbank erstmals eine Bilanz vor um sich transparenter zu zeigen. Ein großer Teil der Aufräumarbeiten liegt nun zwar hinter dem Institut, aber der Weg zu mehr Transparenz ist ein langer.

Die einst skandalgeplagte Vatikanbank sieht sich bei ihren Aufräumarbeiten auf einem guten Weg. Der Nettogewinn des Istituto per le Opere di Religione (IOR) stieg im vergangenen Jahr um mehr als das zwanzigfache auf 69,3 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro), erklärte die Bank am Montag in Rom.

Gründe dafür seien bessere Handelsgeschäfte mit Staatsanleihen, die Entwicklung des Goldpreises und geringere außerordentliche Kosten, sagte ein Banksprecher.

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Nach Korruptions- und Geldwäschevorwürfen hatte das IOR im Oktober 2013 erstmals eine Bilanz vorgelegt und sich mehr Transparenz auf die Fahnen geschrieben. Damals wurden externe Berater ins Boot geholt und neue Meldesysteme aufgebaut, um sich eine Übersicht über die Kunden und undurchsichtigen Finanzströme des Instituts zu verschaffen. Papst Franziskus kämpft seit seinem Amtsantritt vor mehr als zwei Jahren für mehr Transparenz bei den Finanzgeschäften des Vatikans.

Steueroasen

  • Bahamas

    Ein echtes Paradies: Viel Sonne, Strand und keine Steuern für Unternehmen, Werktätige und Privatiers

  • Dublin

    Irische Spezialität: doppelter Firmensitz mit direktem Zugang in die Karibik

  • Amsterdam

    Keine Steuern auf Lizenzen! Der Fiskus bietet geheime "Tax Rulings" zu Sonderkollektionen an

  • Berlin

    Nie mehr geteilt: Unternehmen vererben ohne Steuer. Gilt auch für privates Geld-, Aktien-, Immobilienvermögen

  • Guernsey

    Kanalinsel im Kronbesitz von Elisabeth II. ohne Mehrwert-, Kapitalertrag- und Erbschaftsteuer. Milde Tarife für Unternehmen

  • Antwerpen

    Flamen mögen forschungsintensive Firmen: nur 6,8 Prozent Steuern. Plus: Fiktive Eigenkapitalzinsen drücken den Gewinn

  • Stockholm

    Auf den ersten Blick teuer, aber reizvolle Doppelbesteuerungsabkommen mit Polen oder Südkorea

  • Cook Islands

    Gerade wer mit Kunst handelt, liebt die Finanzverwaltung der Insel für ihre Flexibilität und Verschwiegenheit

Fälle von Geschäftsmissbrauch innerhalb des IOR seien an die vatikanischen Behörden gemeldet worden, teilte die Bank mit. Im Dezember war bekanntgeworden, dass gegen zwei ehemalige Topmanager des Instituts wegen Veruntreuung von Millionen ermittelt wird. Eine Anklage gegen den Ex-Präsidenten des IOR, Angelo Caloia, und den ehemaligen Generaldirektor des Finanzhauses des Heiligen Stuhls, Lelio Scaletti, wurde bisher nicht erhoben.

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Im Zuge der IOR-Reform wurden mehr als 4600 Konten geschlossen. Die Bank, zu deren Klienten unter anderem katholische Institutionen, Vatikanangestellte und Botschafter beim Heiligen Stuhl gehören, hat derzeit etwa 15.000 Kunden.

Der Fokus liege nun darauf, den Service für alle Kunden zu verbessern und das Risiko für die Bank zu minimieren, erklärte Präsident Jean-Baptiste de Franssu. All das werde innerhalb der strengen Vorgaben des Vatikans und in enger Zusammenarbeit mit der Finanzaufsicht des Heiligen Stuhls getan.

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