Finanzkonzern: W&W setzt auf Baufinanzierung

Finanzkonzern: W&W setzt auf Baufinanzierung

, aktualisiert 12. November 2011, 14:18 Uhr
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Dem Mutterkonzern Wüstenrot & Württembergische gehört unter anderem die Bausparkasse Wüstenrot in Ludwigsburg.

Quelle:Handelsblatt Online

Wüstenrot & Württembergische will 2011 einen Gewinn von 180 Millionen Euro einfahren. Im Bereich Baufinanzierung spricht Konzernchef Erdland sogar von Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich.

StuttgartDer Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) stemmt sich mit guten Geschäften beim Bausparen sowie bei der Schaden- und Unfallversicherung gegen die Krise im Euro-Raum. „Das Kapitalanlagegeschäft stellt uns derzeit wegen der Schuldenkrise in Europa und des niedrigen Zinsniveaus jeden Tag vor neue Herausforderungen“, sagte Konzernchef Alexander Erdland der Nachrichtenagentur dpa.

Das Erreichen der Jahresziele sei deutlich schwieriger geworden. Dennoch hält der Manager an der Prognose fest, 2011 einen Gewinn von 180 Millionen Euro einzufahren (2010: 190 Mio Euro). Für 2012 strebt er weiter einen Überschuss von 250 Millionen Euro an. Das Kundengeschäft habe sich in den ersten neun Monaten des Jahres dank der guten Konjunktur und Beschäftigungssituation in Deutschland positiv entwickelt, sagte Erdland.

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„Beim Bausparen und in der Baufinanzierung haben wir Zuwächse beim Neugeschäft teilweise im zweistelligen Prozentbereich, in der Schaden- und Unfallversicherung im einstelligen Prozentbereich“, sagte der Manager. „In der Baufinanzierung herrscht die beste aller Welten für die Kunden: Wir haben niedrige Zinsen. Zudem gibt es den Wunsch der Menschen, wieder verstärkt Geld in Sachwerte zu stecken, und sich um das Thema Energieeffizienz bei den Immobilien zu kümmern.“

Eher schleppend läuft dagegen das Neugeschäft mit Lebensversicherungen. Dies bewege sich fast auf Vorjahresniveau, sagte Erdland. „Die Leute sehen, dass es schwieriger ist, mit Lebensversicherungen frühere Renditen zu erreichen und sind zurückhaltender. Gebremst wird die Nachfrage aber auch dadurch, dass sich die Menschen nicht so lange binden wollen.“ Den Finanzbericht für das dritte Quartal veröffentlicht W&W an diesem Montag.


Engagement in den Euro-Krisenstaaten

Das Engagement in den Euro-Krisenstaaten (PIIGS/Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) hat der Finanzkonzern seit Anfang 2011 deutlich reduziert. „Anfang des Jahres waren wir mit gut 1,5 Milliarden Euro in den PIIGS-Staaten engagiert, zum Halbjahr mit rund 1,1 Milliarden Euro und Ende September noch mit knapp 800 Millionen Euro“, sagte Erdland. „Aus der Kombination von Abschreibung und Verkauf sind wir fast um die Hälfte heruntergekommen.“

In letzter Zeit seien vor allem Italien-Anleihen verkauft worden. „Dort waren wir Anfang des Jahres noch am stärksten von den PIIGS-Staaten engagiert, dann Spanien und Griechenland etwa gleichauf“, sagte Erdland. Die Griechenland-Anleihen hatte W&W im ersten Halbjahr bereits auf 50 Prozent des Nominalwertes abgeschrieben. „Zu Ende September schreiben wir noch einmal ab, auf nur noch 40 Prozent des Nominalwertes.“

Griechische Staatsanleihen standen Ende September noch mit etwa 80 bis 90 Millionen Euro in den Büchern, zu Beginn des Jahres waren es noch 270 Millionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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