FinTechs: Banken fehlt Vertrauen - neue Angreifer profitieren davon

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FinTechs: Banken fehlt Vertrauen - neue Angreifer profitieren davon

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Verbraucher haben weiterhin kein großes Vertrauen in die Banken.

Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich, Großbritannien und den USA leiden Banken unter enormen Vertrauensverlusten. Jungen Unternehmen bietet das gute Angriffschancen.

Während klassische Banken weiterhin unter ihrem schlechten Image leiden, profitieren andere davon. Laut einer Umfrage der Markenberatung Prophet können sich viele Bankkunden Alternativen zu den traditionellen Geldinstituten vorstellen. Und das nicht nur in Deutschland. Prophet hat in den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland jeweils 1000 Verbraucher zum Thema "Wozu brauchen wir noch Banken?" befragt. Am schlechtesten schneidet das kapitalismuskritische Frankreich ab, dort haben 85 Prozent der Befragten eine negative Einstellung gegenüber Banken.

Das schlechte Image der Banken lässt sich für Tosson El Noshokaty, Partner bei Prophet, leicht erklären. Rekordstrafen, Libor-Skandal - noch immer dominierten die schlechten Nachrichten über die Industrie. "Grundsätzlich wird es sicherlich noch einige Jahre dauern, bis die Hinterlassenschaften der Finanzkrise ausgeräumt, gelöst und aus den Köpfen der Menschen verschwunden sind", sagt El Noshokaty.

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Geht es nach dem Markenexperten, führt der Weg zur Imagerettung für Banken vor allem über eine neue Markenbildung. "Die Vertrauensfrage ist für mich eine Markenfrage - was aus dem Kern, der Seele des Unternehmens kommen muss". Das müsse sich auch in den Filialen der Banken wiederspiegeln. Zukünftig sieht El Noshokaty diese eher als Marken-Flagships nach Vorbildern wie Apple. Es müsse mehr um das Lebensgefühl der Marke als um die direkten Verkäufe gehen. Denn: "Aus Kundensicht werden Filialen über kurz oder lang in ihrer klassischen Funktion wahrscheinlich nicht mehr gebraucht, aber durchaus noch genutzt", sagt El Noshokaty.

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Fürchten müssen Banken allerdings neue Konkurrenten, die schon längst eine starke Marke haben. Während Banken als wenig innovativ gelten, sieht Prophet die größten Herausforderer der Geldinstitute vor allem im Technologie-Umfeld. Die Rede ist von den sogenannten FinTechs. Laut El Noshokaty könnten die langfristig die Vorreiterrolle übernehmen, wenn es um bestimmte Prozesse geht. Insbesondere in Bereichen, in denen etablierte Banken aufgrund ihrer behäbigen Strukturen Aufholbedarf haben.

Aufgrund ihrer starken Spezialisierung werden sich die Finanz-Startups selten zur eigenständigen Alternative großer Institute entwickeln. "Ich denke dabei an die Vielzahl von Payment-Startups in Deutschland, wie Payfriendz, Sumup oder Payever", sagt El Noshokaty.

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