
MünchenDie Bad Bank der Hypo Real Estate (HRE) hat in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr Milliardenverluste geschrieben. Das Ergebnis vor Verlustausgleich der FMS Wertmanagement belief sich 2011 auf minus 9,97 Milliarden Euro, wie das Institut, in das die Altlasten der vom Staat geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate ausgelagert wurden, am Dienstag mitteilte. Vom staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin - also letztlich vom Steuerzahler - würden 9,9 Milliarden Euro ausgeglichen.
„Die hohe Risikovorsorge allein in Verbindung mit den Griechenland-Engagements in Höhe von 8,9 Milliarden Euro konnte in den ursprünglichen Planungen für die Abwicklungsanstalt nicht vorgesehen werden“, sagte Vorstandssprecher Christian Bluhm.
Die Bad Bank ist besonders vom Dilemma samt Schuldenschnitt in Griechenland betroffen, weil sie in der deutschen Finanzbranche am stärksten dort engagiert ist. Insgesamt summierten sich die Wertberichtigungen und die Risikovorsorge auf 10,2 Milliarden Euro.
Das Portfolio an Schrottpapieren konnte auf 160,7 Milliarden Euro reduziert werden. Das waren 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Erträge aus Zins- und Provisionsergebnis beliefen sich auf 611 Millionen Euro.
Bessere Refinanzierungsmöglichkeiten hätten den volumenbedingten Rückgang der Zinserträge weitgehend kompensiert, hieß es. Für 2012 erwartet die FMS ein deutlich verbessertes Ergebnis. Dies hänge allerdings stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab.
Die FMS Wertmanagement wurde im Juli 2010 gegründet. Sie übernahm die Risikopapiere der Hypo Real Estate im Nominalwert von fast 176 Milliarden Euro. Die Bad Bank soll die Risikopapiere möglichst ohne Verluste wieder auf den Markt bringen, was sich aber im derzeitigen Umfeld schwierig gestaltet. Die verstaatlichte HRE schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen.




















