Commerzbank-Gewinn bricht 2016 ein

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Geschäftszahlen 2016: Gewinn der Commerzbank bricht ein

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Der Gewinn der Commerzbank ist im letzten Jahr auf 279 Millionen Euro gefallen.

Die Commerzbank muss im Geschäft 2016 kräftige Gewinneinbußen hinnehmen. Besonders die Krise in der Schifffahrt und der Konzernumbau belasten das Ergebnis.

Der anstehende Konzernumbau und die Krise in der Schifffahrt überschatten das Geschäft der Commerzbank. Der Gewinn brach 2016 um drei Viertel auf 279 Millionen Euro ein, wie die zweitgrößte deutsche Bank am Donnerstag mitteilte. Er lag damit aber leicht über den Erwartungen der Analysten. Hauptgrund für den Rückgang war eine Abschreibung von 627 Millionen Euro auf den Firmenwert ihrer schrumpfenden Investmentbank. Vorstandschef Martin Zielke sprach von einem soliden Ergebnis. "Allerdings können wir mit der Ergebnisqualität noch nicht zufrieden sein." Deshalb hatte die Commerzbank beschlossen, die Investmentbank und das Firmenkunden-Geschäft zusammenzufassen und bis zu 9600 Arbeitsplätze zu streichen. "Dafür haben wir jetzt den nötigen Handlungsspielraum geschaffen", sagte Zielke.

Die Commerzbank-Aktie legt im vorbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu.

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Im laufenden Jahr wird das Ergebnis allerdings zweifach belastet werden. Dann schlägt der erste Teil der Kosten für den Umbau zu Buche, dessen genaue Modalitäten vom Frühjahr an mit den Betriebsräten ausgehandelt werden sollen. Zudem erwartet die Commerzbank steigende Ausfälle bei Schiffskrediten. Bis zu 600 Millionen Euro dürfte sie nach eigenen Schätzungen allein darauf abschreiben müssen - zusätzlich zu den Wertberichtigungen auf Privatkunden- und Unternehmerkredite. Schon im vergangenen Jahr hatte die Dauer-Krise in der Branche die Risikovorsorge um mehr als 200 Millionen auf 900 Millionen Euro anschwellen lassen. Die Dividende fällt 2016 wie angekündigt aus.

Commerzbank Zwischen Umbruch und Angriff

Commerzbank-Chef Martin Zielke präsentiert am Donnerstag seine erste Bilanz. Es dürfte für einen dreistelligen Millionengewinn reichen. Wichtiger ist, wie Zielkes Umbau vorankommt. Denn Analysten vermissen Perspektiven.

Abbau eines Commerzbank-Schriftzugs. Quelle: dpa

Dabei sitzt die Commerzbank dank des Abbaus von Bilanzrisiken (RWA) auf einem komfortableren Kapitalpolster. Die harte Kernkapitalquote stieg zum Jahresende auf 12,3 (Ende 2015: 12,0) Prozent, weil die Bilanzsumme auf 480 (533) Milliarden Euro schrumpfte. Trotz der Investitionen in die "Commerzbank 4.0" soll die Quote auch in diesem Jahr bei mindestens zwölf Prozent gehalten werden. Die Verschuldungsquote verbesserte sich 2016 auf 4,8 von 4,5 Prozent. Die Commerzbank setzt verstärkt auf das Privatkunden-Geschäft, das deutlich weniger Kapital verschlingt als die Investmentbank und die Unternehmer-Sparte.

Die Privatkunden-Sparte hat in den vergangenen vier Jahren 1,1 Millionen Kunden gewonnen, allein 2016 kamen 321.000 dazu. Das operative Ergebnis der um Kleinunternehmer-Kunden und die polnische mBank erweiterten Sparte stieg im vergangenen Jahr aber nur dank Sondereffekten um drei Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Die aus Mittelstands- und Investmentbank neu formierte Firmenkunden-Sparte büßte mit 1,3 Milliarden Euro fast ein Viertel ihres Gewinns ein. Vor allem das Investmentbanking sei durch die Schrumpfungs-Strategie in Mitleidenschaft gezogen worden, erklärte die Bank.

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