
FrankfurtDie NordLB bekommt die Krise in der Schifffahrt immer stärker zu spüren. Die Bank schrieb in der Sparte im ersten Halbjahr zwar erneut schwarze Zahlen, legte jedoch deutlich mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück. „Wir sind operativ weiterhin sehr gut im Geschäft, lassen angesichts der abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik sowie der anhaltenden Schiffskrise aber auch Vorsicht walten“, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel am Mittwoch.
Insgesamt hat die Landesbank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Halbjahr auf 146 Millionen Euro mehr als vervierfacht. Der Nettogewinn sank in den ersten sechs Monaten um zwei Drittel auf 67 Millionen Euro.
„Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresergebnis, das durch einige Sondereffekte begünstigt war, entspricht unseren Erwartungen“, sagte Dunkel. Im Gesamtjahr erwartet der Bankchef weiter „ein gutes Ergebnis“, das jedoch geringer ausfallen werde als 2011. Im vergangenen Jahr hatte das Geldhaus unter dem Strich 536 Millionen Euro verdient - so viel wie keine andere deutsche Landesbank. Die Kernkapitalquote erhöhte sich im ersten Halbjahr um einen Prozentpunkt auf 10,4 Prozent.





















