
StuttgartDie Schuldenkrise setzt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zu. Der Nettogewinn brach im ersten Halbjahr um mehr als 50 Prozent auf 165 Millionen Euro ein, wie das Institut am Montag mitteilte. Viele Kunden hätten sich wegen des unsicheren Umfelds mit Wertpapiergeschäften zurückgehalten, hieß es zur Begründung.
Außerdem schlugen negative Bewertungseffekte zu Buche. Im Gesamtjahr peilt die größte deutsche Landesbank aber weiter ein Ergebnis über dem des Vorjahres an - „sofern es nicht zu neuen dramatischen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommt oder die Konjunktur unerwartet schwer einbricht“.
In der Schuldenkrise hilft der LBBW ihr Fokus auf das klassische Bankgeschäft mit Privat- und Unternehmenskunden. Es läuft nach wie vor recht stabil, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft musste nur leicht nach oben geschraubt werden.
Sofern es nicht zu neuen dramatischen Verwerfungen an den Finanzmärkten komme, rechnet die LBBW für das Gesamtjahr dennoch mit einem Ergebnis über dem Vorjahr. Den Abbau von Risiken außerhalb des Kundengeschäfts treibt Bankchef Hans-Jörg Vetter seit Jahren voran und nimmt dabei notfalls auch Verluste in Kauf. Das tat er auch im ersten Halbjahr.
Bei der Restrukturierung sieht Vetter die LBBW auf Kurs: Die Kernkapitalquote lag per Ende Juni bei soliden 14,2 Prozent und soll durch die Wandlung Stiller Einlagen der Eigner in hartes Kernkapital weiter steigen. Die Gespräche dazu seien weit fortgeschritten, erklärte die Stuttgarter Bank. Vom geplanten Abbau von rund 2500 Stellen seien bereits Austritte in der Größenordnung von etwa 2300 Vollzeitstellen fest vereinbart.























