Hans-Werner Sinn: Geldpolitik fördert Zombie-Banken

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Hans-Werner Sinn

von Oliver Stock

Hans-Werner Sinn macht die Notenbanken für das weltweit schwache Wachstum verantwortlich und fordert einen grundlegenden Wandel der Geldpolitik.

„Die Ökonomie gerät bei fallenden Zinsen in ein permanentes Siechtum. Dieses findet erst dann ein Ende, wenn es in der Geldpolitik erneut einen Paradigmenwechsel gibt – wenn nicht gar eine echte Kulturrevolution“, schreibt Hans-Werner Sinn, der langjährige Präsident des ifo-Instituts, in einem Gastbeitrag für die „WirtschaftsWoche“.

Der Ökonom sieht durch die expansive Geldpolitik den Strukturwandel in der Wirtschaft blockiert. „In der aktuellen Krise wird die schöpferische Zerstörung als Basis eines neuen Aufschwungs durch die Geldpolitik verhindert. Die Notenbanken haben sich von Vermögensbesitzern einreden lassen, durch groß angelegte, mit der Druckerpresse finanzierte Anleihekäufe könne man den Schumpeter’schen Konjunkturzyklus überwinden. Doch verhinderten sie auch, dass sich genug junge Unternehmer und Investoren bereitfanden, von Neuem einzusteigen.“ Die Folge sei eine Dominanz von Altunternehmen, die sich mühsam über Wasser halten, aber kaum investieren. Sinn: „Insbesondere in Europa blieben haufenweise Zombie-Firmen und Zombie-Banken erhalten. Sie blockieren aufstrebende Konkurrenten, die das Wachstum der Zukunft tragen könnten. So erstarrt die Wirtschaft.“

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