Hohe Strafe für UBS: Milliardenverlust und Millionenbuße

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Hohe Strafe für UBS: Milliardenverlust und Millionenbuße

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Die UBS wird für "System-und Kontrollfehler" bestraft.

Die Schweizer Großbank UBS muss wegen des sogenannten Zockerskandals eine Strafe von 36,7 Millionen Euro zahlen und erhebliche Kontrollauflagen erfüllen. Die Bank wird damit für "System-und Kontrollfehler" bestraft.

Zugleich wurden der UBS durch die Schweizer Finanzmarktbehörde FINMA scharfe Kontrollen im Investmentbanking auferlegt. Ohne diese Mängel wären die betrügerischen Transaktionen des Händlers Kweku Adoboli früher entdeckt worden, teilte die Behörde am Montag mit. In Absprache mit der Finma habe die britische Financial Services Authority (FSA) ihr eigenes Verfahren abgeschlossen und dem Schweizer Geldhaus eine Buße von 29,7 Millionen Pfund aufgebürdet. Die UBS will das Ergebnis der behördlichen Untersuchungen akzeptieren. Das Bankhaus zeigte sich erleichtert, dass dieses Kapital nun abgeschlossen sei und dass die Regulatoren die Maßnahmen anerkannt hätten, die die UBS seit dem Vorfall getroffen habe. Der frühere Händler war bereits in der vergangenen Woche schuldig gesprochen wurden. Er wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der 32 Jahre alte Kweku Adoboli hatte zugegeben, die Bank durch risikoreiche Geschäfte in den Jahren 2009 bis 2011 um 2,3 Milliarden US-Dollar gebracht zu haben.

Die Finma und die FSA hatten parallel zum Gerichtsverfahren eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet. Die Finma entschied in Bern, dass die Bank größere Geschäftsaktivitäten ihres Investmentbereichs in den nächsten Jahren behördlich genehmigen lassen muss. Die Untersuchung habe ergeben, dass das „Risikomanagement und Kontrollumfeld der Investmentbank der UBS schwerwiegende Mängel aufwiesen“, erklärte die Behörde. „Ohne diese Mängel wären nach Auffassung der FINMA die betrügerischen Transaktionen des fehlbaren Händlers früher entdeckt worden.“

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Deshalb legte die Finma fest, dass die risikogewichteten Aktiva der UBS-Investmentbank bis 2015 kontinuierlich reduziert werden müssen. Zugleich wurden neue Akquisitionen bis auf weiteres untersagt. Ein unabhängiger Beauftragter soll die Maßnahme kontrollieren. Außerdem müsse geprüft werden, ob die Kapitaldecke für die gegenwärtigen operativen Risiken der UBS erhöht werden müsse. Unklar war vorerst, ob die von der UBS Ende Oktober angekündigten Bilanzmaßnahmen schon ausreichen, um die Zweifel der Finma auszuräumen. Damals hatte die UBS den Ausstieg aus dem Zinsgeschäft in Aussicht gestellt, wodurch die Bilanz bis 2015 um 30 Prozent reduziert würde. Die Bilanzrisiken (RWA) sollen bis 2017 auf 200 Milliarden Franken sinken, davon sollen dann weniger als 70 Milliarden auf das Investmentbanking entfallen.


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