HRE-Nachfolgerin: Pfandbriefbank steigert Gewinn deutlich

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HRE-Nachfolgerin: Pfandbriefbank steigert Gewinn deutlich

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Die Pfandbriefbank sieht sich auf Kurs für eine Reprivatisierung.

Die Kernbank der verstaatlichten Hypo Real Estate ist nach einem guten Jahresstart auf Kurs: Im ersten Quartal legte das Vorsteuerergebnis der Deutschen Pfandbriefbank um 31 Prozent zu.

Die Deutsche Pfandbriefbank pbb lässt sich vom geplatzten Verkauf des Schwesterinstituts Depfa nicht entmutigen. Das erste Quartal zeige, dass die pbb auf Kurs für die anstehende Reprivatisierung sei, erklärte Vorstandschefin Manuela Better am Montag. In der Bilanz spiegelt sich zunehmend wider, dass das Neugeschäft der letzten Jahre höhere Margen abwirft als der Altbestand an Krediten für den Immobiliensektor und die öffentliche Hand. Das treibt den Zinsüberschuss. In den ersten drei Monaten kletterte das Vorsteuerergebnis deshalb um fast ein Drittel auf 38 Millionen Euro. Im Gesamtjahr sollen es mindestens 140 Millionen werden. Die Bank muss aber noch rentabler werden.

Die pbb ist das Nachfolgeinstitut der in der Finanzkrise kollabierten Hypo Real Estate (HRE). Die HRE konnte nur dank staatlicher Hilfen von zeitweise mehr als 100 Milliarden Euro gerettet werden. Die gefährlichsten Wertpapiere und Kredite wurden an die "Bad Bank" FMS Wertmanagement ausgelagert, um mit der pbb einen Neuanfang zu wagen. Auf Druck der EU muss das Institut nun bis spätestens Ende 2015 entweder verkauft oder an die Börse gebracht werden. Der Startschuss dafür soll in Kürze fallen.

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Die Vorzeichen sind indes schlecht, nachdem unlängst der Verkauf der zweiten HRE-Tochter, des deutsch-irischen Staatsfinanzierers Depfa, überraschend geplatzt ist. Der Bund hatte sich in letzter Minute für eine Eigenabwicklung in der "Bad Bank" und gegen die Verkaufsofferte eines Finanzinvestors entschieden. Genau dies hatte Better vermeiden wollen, weil sie einen Kollateralschaden für die pbb befürchtete. Denn potentielle Investoren könnten sich an einem Bieterprozess für die pbb gar nicht erst beteiligen, wenn ihnen unsicher erscheint, ob der Bund am Ende tatsächlich grünes Licht für einen Verkauf gibt.

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Der neue Finanzchef Andreas Arndt hob nun in einer Telefonkonferenz mit Analysten die Fortschritte im operativen Geschäft hervor. "Das erste Quartal ist ein sehr gutes und stabiles Fundament für 2014", betonte er. Die pbb spüre zwar, dass sich der Wettbewerbsdruck sowohl bei gewerblichen Immobilienkrediten als auch bei öffentlichen Infrastrukturfinanzierungen verschärfe. Bislang könne sich das Institut aber ganz gut gegen eine Erosion der Margen stemmen. Insgesamt blieb das Neugeschäft zu Jahresbeginn stabil bei 1,6 Milliarden Euro.

Für den Bilanzcheck und den Stresstest der Europäischen Zentralbank sieht sich die pbb gut gerüstet. Arndt verwies auf die dicke Kapitaldecke dank der Unterstützung durch den Bund und darauf, dass die "neue" pbb vergleichsweise risikoarmes Geschäft betreibe. Die Kosten sind zudem deutlich gesunken, nachdem die pbb das Service-Geschäft für die "Bad Bank" eingestellt hat. Auf der Refinanzierungsseite hat sich das Institut breiter aufgestellt, indem es seit einiger Zeit auch Spargroschen von Privatkunden einsammelt - zum Ärger von Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

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