Immobiliengeschäft: HSH friert internationales Immobiliengeschäft ein

Immobiliengeschäft: HSH friert internationales Immobiliengeschäft ein

, aktualisiert 23. November 2011, 13:28 Uhr
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Bei der HSH Nordbank sieht es im Immobiliengeschäft ganz gut aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Wie von der Europäischen Kommission verlangt stellt die HSH Nordbank ihr internationales Immobiliengeschäft ein. Bei dem nationalen Handel mit Immobilien stehen die Zeichen aber auf Wachstum.

HamburgDie mit staatlicher Milliardenhilfe vor dem Aus gerettete HSH Nordbank schaltet im nationalen Immobiliengeschäft wieder auf Wachstum. Das Institut werde sein Neugeschäft im laufenden Jahr um etwas mehr als eine Milliarde Euro und im nächsten Jahr um bis zu drei Milliarden ausbauen, kündigte Spartenchef Peter Axmann am Mittwoch in Hamburg an. Damit käme die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein im Immobiliengeschäft wieder auf einen Kreditbestand von rund 14 Milliarden Euro.

Auf Geheiß der EU muss die Bank etwa zwei Milliarden an internationalen Engagements abbauen. Deshalb zieht sich die HSH Nordbank aus dem internationalen Immobiliengeschäft zurück. Allerdings werden bereits abgeschlossene Kredite im Wert von rund zwei Milliarden Euro bis zum Ende der Laufzeit weiter betreut.

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„Wir sind lieferfähig und wir sind auch in den nächsten Jahren lieferfähig“, sagte Axmann. Die Nordbank habe sich vorausschauend am Kapitalmarkt mit Liquidität versorgt. Zudem sei die HSH nur wenig von der Schuldenkrise betroffen, da sie kaum als Staatsfinanzierer aktiv sei. Das gesamte Liquiditätspolster der Bank bezifferte der Manager auf etwa 17 Milliarden Euro.

Der HSH Nordbank komme zudem zugute, dass die angeschlagene Commerzbank ein Neugeschäftsstopp für ihre Immobilientochter Eurohypo verhängt habe und diese damit als größter Konkurrent ausfalle. Auch französischen Banken, die ihr Geschäft nach Deutschland ausgeweitet haben, leiden unter der Griechenlandkrise und fahren ihre Kreditengagements zurück, um die Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen.

Die HSH profitiere davon, dass einiges an Geschäft von den Konkurrenten zur ihr abwandere, sagte Axmann. Andererseits habe die HSH während ihrer zurückliegenden Krise auch Kunden verloren. Insgesamt blicke die Bank aber zuversichtlich in die Zukunft. „Wir haben eine positive Immobilienkonjunktur, vor allem in Hamburg.“

Angesichts der allgemeinen Konjunktursorgen legen viele Anleger ihr Geld lieber in Sachwerten wie Immobilien an. Hinzu kommt ein Kaufkraftzuwachs in den vergangenen Jahren, der dafür sorgt, dass Wohnimmobilien gefragt sind. Bei Büroimmobilien geht der Leerstand laut HSH zurück. Die Frage sei, wie sich der erwartete Konjunkturabschwung auf die Nachfrage auswirke.

Die EU-Kommission hatte die HSH Nordbank als Ausgleich für die milliardenhohen Staatshilfen zu einem radikalen Schrumpfkurs gezwungen. Sie muss sich künftig auf das Geschäft in Norddeutschland beschränken und ihre Bilanzsumme drastisch zurückfahren, unter anderem durch den Rückzug aus der Flugzeugfinanzierung. Zudem muss die Bank die Schiffsfinanzierungen verringern. Die HSH war bisher der größte Kreditgeber weltweit im Schiffbau. Das Geschäft hatte sie in der Krise aber tief in die Verlustzone geführt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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