Investmentbank: Goldman-Sachs-Erbe mischt sich ein

Investmentbank: Goldman-Sachs-Erbe mischt sich ein

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Goldman Sachs ist mächtig im Gerede

In die Kritik an der Investmentbank Goldman Sachs stimmen immer mehr Köpfe der Finanzwelt ein. Unter anderem auch Henry Goldman III, der Urenkel von Gründer Marcus Goldman.

Offenbar hat die Branche darauf gewartet, die Unternehmenskultur der Investmentbanken in Frage zu stellen. Das öffentliche Kündigungsschreiben des Londoner Goldman-Sachs-Banker Greg Smith schlägt immer höhere Wellen.

Offenbar hat die Branche darauf gewartet, die Unternehmenskultur der Investmentbanken in Frage zu stellen. Das öffentliche Kündigungsschreiben des Londoner Goldman-Sachs-Banker Greg Smith schlägt immer höhere Wellen.Nun hat sich auch der Urenkel des Gründers Marcus Goldman zu Wort gemeldet. Henry Goldman III. sagte gegenüber dem US-Blog "Business Insider", dass er mit der Kritik von Greg Smith übereinstimme. "Ich denke, das war ein Treffer ins Schwarze", wird Goldman zitiert. Die Kultur habe sich in dem Unternehmen zum schlechten verändert, seitdem seine Familie die direkte Kontrolle über die Investmentbank abgegeben habe. Allerdings sei Smiths Artikel sicherlich auch eine Reflektion der Wall Street an sich.

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Auch der ehemalige Chef der American International Group (AIG), Maurice Greenberg, mischt sich ein. Laut Medienberichten mit Bloomberg TV sagt Greenberg, dass er davon ausgehe, dass Goldman aufgrund der schlechten Unternehmenskultur weniger auf die Kunden eingegangen sei. Keine Investmentbanker würden die Firma führen sondern Händler, so Greenberg. Greenberg, heute 87 Jahre alt, war bis 2005 Chef von AIG, musste aufgrund von Skandalen aber abtreten.

Bereits am Mittwoch hatte der ehemalige Fed-Chef Paul Volcker, mit 84 ebenfalls deutlich über 80 Jahre alt, das Kündigungsschreiben in der New York Times als ein "radikales, starkes" Stück bezeichnet. "Ich glaube, dass das Geschäft zu einer Reihe von Interessenskonflikten führt", sagte er bei einer Konferenz in Washington.

Mit Zurückhaltung hat sich der derzeitige JP-Morgan-Chef Jamie Dimon geäußert. Er riet seinen Mitarbeitern zu Zurückhaltung. Niemand dürfe aus mutmaßlichen Problemen eines Rivalen Profit schlagen, erklärte Dimon in einer firmeninternen Mitteilung, aus der die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. "Das ist nicht unsere Art, Geschäfte zu machen." Er forderte seine Mitarbeiter auf, sich auf die Einhaltung der eigenen Standards zu konzentrieren.

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