JP Morgan und Wells Fargo: US-Großbanken mit gedämpften Zahlen

JP Morgan und Wells Fargo: US-Großbanken mit gedämpften Zahlen

Zwei US-Bankenriesen haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Während JP Morgan mehr verdient, sank der Gewinn bei Wells Fargo. Bei beiden zeigt sich aber: Niedrige Zinsen bringen den Banken zwar Vor- genauso aber auch Nachteile.

Der US-Bankenriese Wells Fargo muss leichte Abstriche machen. Der Gewinn sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 5,73 auf 5,72 Milliarden Dollar (5,18 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Die Erlöse stiegen hingegen um ein Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar. Das auf Verbraucherkredite, vor allem Hypotheken, spezialisierte Institut spürt die Vor- und Nachteile der niedrigen Zinsen - sie treiben zwar den Umsatz, drücken aber auch den Profit. Zudem erhöhte Wells Fargo die Sicherheitspuffer zum Schutz gegen faule Kredite. Anleger hatten etwas höhere Erträge erwartet - die Aktie fiel vorbörslich zunächst um 1,3 Prozent.

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US-amerikanische Geldscheine sind vor einer USA-Fahne zu sehen Quelle: dpa

Bei der größten US-Bank JP Morgan gewannen die Aktien im vorbörslichen US-Handel hingegen mehr als ein Prozent. Der Grund: JP Morgans Überschuss stieg im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus mitteilte. Während zahlreiche europäische Rivalen - auch die Deutsche Bank - noch immer mit Altlasten und der strengeren Regulierung in Folge der Finanzkrise kämpfen, verdienen viele US-Banken bereits wieder prächtig. Der Quartalsgewinn lag oberhalb der Analystenerwartungen, weil für Rechtsstreitigkeiten und den Umbau des Konzerns weniger Lasten anfielen.

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Es gab aber auch Schatten in der Bilanz. So fielen die Einnahmen um drei Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar. Vor allem im wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren gingen sie um 21 Prozent zurück. Rechnet man Sondereffekte wie Verkäufe heraus, hätte das Minus immer noch zehn Prozent betragen. Besser lief es dagegen im Aktienhandel und in der Vermögensverwaltung, wo es Zuwächse gab.

In den nächsten Tagen werden auch die Konkurrenten Bank of America, Citigroup sowie die Investmentbank Goldman Sachs ihre Quartalsbilanzen vorlegen. Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren wird insgesamt bestenfalls mit stagnierenden Werten gerechnet. Vor allem im Juni waren die Märkte wegen der Griechenland-Krise und der Sorge, die Zinswende in den USA könnte später als gedacht kommen, für Banken schwierig.

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