Keine Dividende: Commerzbank vertröstet ihre Aktionäre

ThemaCommerzbank

Keine Dividende: Commerzbank vertröstet ihre Aktionäre

Bild vergrößern

Commerzbank-Chef Martin Blessing dämpft die Erwartungen.

Die Anteilseigner der Commerzbank erhalten vorerst keine Dividende. Die Bank knüpft die erste Gewinnausschüttung seit der Finanzkrise an das Abschneiden beim Banken-Stresstest. Vorstands-Chef Blessing dämpfte zudem die Erwartungen.

Seit 2007 hat die deutsche Commerzbank keine Dividenden mehr ausgeschüttet. Und wird es auch vorerst auch in diesem Jahr nicht. Auf der Hauptversammlung in Frankfurt vertröstete Vorstands-Chef Martin Blessing die Aktionäre. Noch sei offen, wie die Commerzbank beim Stresstest der EU-Bankenaufsicht EBA und der Europäischen Zentralbank (EZB) genau abschneiden werde.

"Erst wenn wir da Klarheit haben, können wir auch etwas zur Dividende sagen", sagte Blessing. Das Institut sei aber für die Prüfungen "insgesamt gut gerüstet". Die Ergebnisse des Stress-Tests sollen im Oktober vorliegen.

Anzeige

Schon bei der Bilanzvorlage im Februar hatte Blessing die Hoffnungen gedämpft und erklärt, "als vorsichtiger Kaufmann" würde er auch für das laufende Jahr noch nicht mit der Wiederaufnahme der Ausschüttung rechnen.
Die seit Jahren ausbleibende Ausschüttung stößt vielen Anteilseignern sauer auf. „Eine Dividende, Herr Blessing, die sehe ich hier nicht vor dem Ende Ihrer Amtszeit. Da würde ich sogar eine Wette eingehen“, sagte Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Blessing führt den Dax-Konzern seit Mai 2008 und hat einen Vertrag bis zum 31. Oktober 2016.

Commerzbank Die Latte hängt wieder höher

Der krisengebeutelten Commerzbank geht es besser. Doch das ist nicht allein das Verdienst des Managements unter Martin Blessing.

Die Hauptversammlung der krisengebeutelten Commerzbank dürfte wesentlich entspannter ablaufen als in den letzten Jahren. Quelle: dpa

Aktionäre bleiben skeptisch

Beim Ausblick auf das Jahr zeigte sich Blessing vorsichtig optimistisch. "2014 werden wir in allen Segmenten der Kernbank weiter wachsen. Im laufenden Jahr werden wir besser abschneiden als 2013", sagte er, dämpfte aber zugleich die Erwartungen. Trotz erfreulicher Signale schlage sich der Konzernumbau noch nicht ausreichend in den Zahlen nieder, sagte Blessing: "Noch sind wir nicht am Ziel. Und auf dem Weg müssen wir uns auf Gegenwind einstellen." Schon heute zeichne sich ab, "dass neue erhebliche Lasten auf den Bankensektor zukommen".

Weitere Artikel

Kritik gab es deshalb auch von Seiten der Anteilseigner. Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus habe zwar Fortschritte gemacht, urteilte DSW-Mann Nieding. Das Eigenkapital sei gestärkt worden, der Aktienkurs seit der letzten Hauptversammlung immerhin um knapp 50 Prozent gestiegen. Im Tagesgeschäft tue sich die Bank aber nach wie vor schwer, kritisierte Nieding. Er frage sich, wo die Bank nach dem Schrumpfkurs der vergangenen Jahre und angesichts des harten Wettbewerbs künftig Geld verdienen wolle.

Im ersten Quartal 2014 war der operative Gewinn der Commerzbank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 30 Prozent auf 324 Millionen Euro abgesackt. Dennoch stand unter dem Strich mit 200 Millionen Euro Überschuss nach einem Verlust vor einem Jahr wieder ein Gewinn - unter anderem, weil anders als im Vorjahr keine Einmalkosten für den laufenden Stellenabbau anfielen. Der Wert der Aktie hat sich seit seinem Tiefpunkt im Jahr 2013 mehr als verdoppelt und liegt zurzeit bei über 13 Euro.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%