KfW-Chef Schröder: „Restrukturierung der Banken hat erst begonnen“

KfW-Chef Schröder: „Restrukturierung der Banken hat erst begonnen“

, aktualisiert 19. Dezember 2011, 09:32 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende der KfW Bankengruppe, Ulrich Schröder.

von Thomas BauerQuelle:Handelsblatt Online

Laut Ulrich Schröder leidet die Banken-Branche unter einer umfassenden Vertrauenskrise. Im Interview mit dem Handelsblatt warnt der KfW-Chef vor einem langen Restrukturierungsprozess.

Weniger Jobs, weniger Gehalt und für die Kunden schlechtere Konditionen. Der Beruf des Bankers verliert an Bedeutung und Attraktivität. Das macht der Chef der größten staatlichen Förderbank KfW im Interview mit dem Handelsblatt deutlich. Ulrich Schröder: „Die Banken befinden sich in einem tief greifenden Restrukturierungsprozess, der gerade erst begonnen hat.“

Schröder warnt, dass die Banken im Kern unter einer Vertrauenskrise der Investoren leiden – auf der Fremd- wie auf der Eigenkapitalseite. „So brutal das ist. Viele Banken stehen vor der Herausforderungen die Bilanz zu schrumpfen und ihr Finanzierungsproblem durch verstärkten Einsatz besicherter Refinanzierungsinstrumente zu lindern.“ Schröder sagte weiter, dass es das Ziel der Finanzwirtschaft sein müsse, dass der Zugang der Banken zu unbesicherten Refinanzierungen mittelfristig wieder hergestellt wird. Sonst werde keine Bank erfolgreich operieren können.

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Von den Finanzierungsproblemen der privaten Geldinstitute ist die KfW selbst ausgenommen. „Denn mit der Garantie des Bundes lebt es sich in der Tat momentan sehr angenehm.“ Die KfW ist die drittgrößte und zweitprofitabelste Deutsche Bank mit einem Gewinn von über zwei Milliarden Euro in diesem Jahr. Des Weiteren plant die Bank allein im kommenden Jahr rund 500 Mitarbeiter einzustellen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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