Kreditkarte: Datenleck trifft Zehntausende Verbraucher

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Kreditkarte: Datenleck trifft Zehntausende Verbraucher

von Mark Fehr

Banken sperren massenhaft Visa- und Masterkarten. Woran merken Nutzer, ob sie betroffen sind?

Nach Darstellung der Banken ist es eine Vorsichtsmaßnahme: Sie haben Kreditkarten gesperrt und Kunden über den bevorstehenden Austausch informiert. So sind bei der Deutsche-Bank-Tochter Postbank 55.000 Karten betroffen, was nach viel klingt, aber nur einen Bruchteil der rund 1,6 Millionen Kreditkarten von Postbank-Kunden darstellt. Die Bank informiert derzeit die betroffenen Kunden über die Sperrung der Karten und den bevorstehenden Austausch.

Das bedeutet: Die alten Karten sind derzeit nicht einsetzbar, die neuen erst dann wieder vollständig nutzbar, wenn auch die Geheimnummern separat per Post zugegangen sind. Bis zu zwei Wochen könnte das dauern. Betroffen sind auch Kunden der Commerzbank (15.000 Fälle) und deren Direktbanktochter comdirect. Was ist passiert und wie können Nutzer feststellen, ob ihre Karte getauscht werden muss?

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Quelle: Pressefoto

Die Finanzbranche ist noch dabei, die genaue Ursache zu identifizieren. Die Infrastruktur für Kartenzahlungen ist komplex, zahllose Anbieter stellen Datenleitungen, Kartenleser oder Bezahlwerkzeuge für Internetshops zur Verfügung. Irgendwo in diesem Dickicht haben Datensätze mit Kundennamen und Kartennummern den üblichen Kreislauf verlassen und könnten in falsche Hände geraten sein. Das ermöglicht Kriminellen, fremde Kreditkarten einzusetzen, um sich finanziell zu bereichern, wobei das jeweilige Kartenkonto belastet wird.

Bei den Kartenfirmen selbst scheint das Leck nicht zu liegen. „Bei Visa ist es zu keinem Datenabgriff gekommen“, sagt eine Sprecherin. Sollte es zu einem Missbrauch von Visakarten kommen, werde den Kunden der Schaden ersetzt. Einzelheiten richten sich nach den Geschäftsbedingungen der Bank, die die betroffene Karte herausgegeben hat.

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Auch die Banken betonen, ihren Kunden Missbrauchsschäden zu ersetzen. Bisher sind aber noch keine Fälle bekannt, in denen Bankkunden aufgrund des aktuellen Datenlecks Geld verloren haben. Es handelt sich also um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Dabei tauschen Banken solche Karten aus, die wahrscheinlich von dem Datenleck betroffen sein könnten. Das richtet sich danach, wo und in welchem Zeitraum die Karten eingesetzt wurden. Einzelheiten sind dazu nicht zu erfahren.

Ob eine Karte betroffen ist, merkt der Nutzer also etwa daran, dass sie mittlerweile durch die Bank gesperrt wurde. Darüber werden die Kunden dann auch schriftlich informiert. Die Kreditinstitute empfehlen, die Kontobewegungen zu prüfen und den Berater anzusprechen, sollten sich ungeklärte Umsätze darunter befinden.

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