Kriselnde Landesbank: Helaba-Eigner wollen WestLB-Verbundbank kaufen

Kriselnde Landesbank: Helaba-Eigner wollen WestLB-Verbundbank kaufen

, aktualisiert 12. Dezember 2011, 18:57 Uhr
Bild vergrößern

Teile der WestLB sollen an die Helaba gehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Eigner der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) haben Grünes Licht für die Übernahme der WestLB-Verbundbank gegeben. Nach den bisherigen Plänen wird dafür aber kein Geld von Frankfurt nach Düsseldorf fließen.

FrankfurtFür die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist der Weg zur Übernahme des Sparkassen-Geschäfts der WestLB frei. Die Eigentümer der Frankfurter Helaba - das sind die Länder Hessen und Thüringen sowie die Sparkassen - gaben dem Helaba-Vorstand am Montag grünes Licht für die Aufnahme konkreter Verhandlungen zur Integration der WestLB-Verbundbank. Ein Sprecher der Düsseldorfer Bank erklärte, das Institut werde die Lösung mit allem Nachdruck unterstützen. „Die Verbundbank ist ein wichtiger Beitrag zur Konsolidierung im Landesbankensektor.“ Beide Geldhäuser und ihre Eigner hatten sich Anfang September im Grundsatz auf die Übernahme verständigt. An den Eckpunkten, auf die sich die Beteiligten damals einigten, hat sich nach der Prüfung der Bücher der WestLB-Verbundbank (Due Diligence) den Angaben zufolge nichts geändert. Die Bilanzsumme der auch als „RestLB“ titulierten Verbundbank soll demnach rund 40 Milliarden Euro betragen - bei rund acht Milliarden Euro Risikoaktiva (RWA). Geplant ist, dass die Frankfurter Bank rund 400 WestLB-Mitarbeitern übernimmt.

Die Helaba will nach der Übernahme die rund 100 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als Zentralbank bei Transaktionen unterstützen, die sie selbst überfordern. „Die Integration der Verbundbank der WestLB ermöglicht eine Fortführung des Geschäfts insbesondere mit den NRW-Sparkassen, mittelständischen Firmenkunden und der Öffentlichen Hand von einem Standort in Düsseldorf aus“, erklärten der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und die Länder Hessen und Thüringen. Die Helaba gehört derzeit zu 85 Prozent dem DSGV, zu zehn Prozent dem Land Hessen und zu fünf Prozent dem Freistaat Thüringen.

Anzeige

„Alle wesentlichen Fragen geklärt“

Die WestLB wird 2012 auf Druck der EU zerschlagen. Die Verbundbank soll von den Sparkassenverbänden im Rheinland und in Westfalen-Lippe sowie dem DSGV mit einer Milliarde Euro Kapital ausgestattet werden, bevor sie unter das Dach der Helaba schlüpft. Im Gegenzug sollen die Sparkassenverbände Anteile an der Frankfurter Bank erhalten. Ihr künftiger Anteil, der Finanzkreisen zufolge im mittleren einstelligen Prozent-Bereich liegen dürfte, ist noch nicht fixiert. Er hängt von einer noch ausstehenden Unternehmensbewertung der Helaba ab.

Die Beteiligten gehen nicht davon aus, dass das Geschäft an der Diskussion über offene Details noch scheitern wird. „Alle wesentlichen Fragen sind geklärt - das Geschäft wird sicher durchgehen“, sagte ein Insider. Reuters hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass dem Kauf der WestLB-Verbundbank durch die Helaba nichts mehr im Wege steht.

Die Eigner der Frankfurter Bank standen bei ihrem Treffen am Montag unter Zeitdruck, weil Deutschland Finanzkreisen zufolge am Dienstag die Abwicklungspläne für die WestLB an die EU-Kommission übermitteln muss. Diese will bis zum 20. Dezember über den WestLB-Restrukturierungsplan entscheiden.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%