
Ein leitender Manager der Deutschen Bank in den USA erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei von Los Angeles. Der Banker behauptet, Beamte hätten ihn nach einer Kontrolle gekidnappt, brutal zusammengeschlagen und mit dem Tod bedroht, berichteten mehrere US-Medien. Nun will er das Los Angeles Police Department (LAPD) auf bis zu 50 Millionen Dollar Schadenersatz verklagen.
Brian Mulligan, Vize-Chairman und Geschäftsführer der US-Mediensparte der Deutschen Bank in LA, ist laut „Wall Street Journal“ eine wichtige Figur in Hollywood. Seit mehr als zehn Jahren sei der 53-Jährige für das Geldhaus in der Filmfinanzierung tätig und habe Fernseh- und Kinoprojekte im Volumen von mehreren hundert Millionen Dollar ermöglicht. Davor hatte der Banker demnach hohe Positionen unter anderem bei Fox Television und Universal Pictures bekleidet.
Die Vorwürfe, die Mulligan gegen das LAPD erhebt, wiegen schwer. Demnach sei er in der Nacht des 15. Mai von zwei Polizisten aufgegriffen und in einem Hotel eingesperrt worden, erklärte sein Anwalt J. Michael Flanagan im Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. „Wenn du abhaust, bist du ein toter Mann“, sollen die Beamten gedroht haben.
Als Mulligan dennoch floh, weil er um sein Leben und um die 5000 Dollar Bargeld fürchtete, die er dabei hatte, hätten die Polizisten ihn entdeckt und dann schwer misshandelt. Bei dem Übergriff habe Mulligan 15 Brüche des Nasenbeins und ein gebrochenes Schulterblatt davongetragen. Zudem leide er an post-traumatischem Stress und habe sich aus Angst vor der Polizei nun Bodyguards zugelegt, sagte Anwalt Flanagan.
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