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03.02.2012

Mammutprozess: Zehn Jahre Deutsche Bank gegen Leo Kirch

Vor genau zehn Jahren stellte der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe infrage. Der Beginn vom Ende des Konzerns von Leo Kirch. Die wichtigsten Stationen des spektakulären Rechtsstreits.

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Interview im Wortlaut Quelle: AP
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Die genauen Wortlaute des Interviews

Frage: „Kirch hat sehr, sehr viele Schulden, sehr hohe Schulden. Wie exponiert ist die Deutsche Bank?“

Breuer: „Relativ komfortabel, würde ich mal sagen, denn - das ist bekannt und da begehe ich keine Indiskretion, wenn ich das erzähle - der Kredit, den wir haben, ist zahlenmäßig nicht einer der größten, sondern relativ im mittleren Bereich und voll gesichert durch ein Pfandrecht auf Kirchs Aktien am Springer-Verlag. Uns kann also
eigentlich nichts passieren, wir fühlen uns gut abgesichert. Es ist nie schön, wenn ein Schuldner in Schwierigkeiten kommt, und ich hoffe, das ist nicht der Fall. Aber wenn das so käme, wir bräuchten keine Sorgen zu haben.“

Frage: „Die Frage ist ja, ob man mehr ihm hilft, weiter zu machen.“
Breuer: „Das halte ich für relativ fraglich. Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen. Es können also nur Dritte sein, die sich gegebenenfalls für eine, wie Sie gesagt haben, Stützung interessieren.“

Bild: AP
von Eva Neukirchen und dpaBild: 2 von 16
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