
WienÖsterreichs Staatsbanken könnten einem Zeitungsbericht zufolge im schlimmsten Fall weitere Milliarden an Staatshilfe benötigen. Die frühere BayernLB -Tochter Hypo Group Alpe Adria habe einen Kapitalbedarf über weitere zwei - und im schlimmsten Fall - fünf Milliarden Euro, berichtete das am Freitag erscheinende Wochenmagazin „Format“ unter Berufung auf einen Bericht an die EU-Kommission und ein Schreiben des Hypo-Managements an das Bundeskanzleramt. Das Finanzministerium wollte sich nicht dazu äußern.
Die Bad Bank des ebenfalls verstaatlichten Gemeindefinanzierers Kommunalkredit, die KA Finanz, benötige eine weitere halbe Milliarde Euro für ihr Engagement in hoch verschuldeten Euroländern und ihre Kreditausfallversicherungen, hieß es in dem Blatt. Das Finanzministerium lehne das jedoch ab.
Beide Banken hatte der Staat im Zuge der Krise übernommen. Neben der Hypo und der Kommunalkredit hat sich die Republik im Frühjahr auch noch mit 43 Prozent an der ÖVAG, dem angeschlagenen Spitzeninstitut der Volksbanken, beteiligt.
Der Vize-Aufsichtsratchef der staatlichen Fimbag, die die Staatshilfe für die maroden Banken überwacht, bezifferte das Volumen der „problematischen Aktiva“ bei allen drei Banken auf 30 bis 35 Milliarden Euro. „Das bedeutet nicht, dass diese gänzlich verloren sind. Dass aber nichts davon verloren gehen wird, ist ebenfalls eine Illusion“, sagte Hannes Androsch dem „Format“.





















