Mehr Gewinne, weniger Pleiten: US-Banken im Aufwärtstrend

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Mehr Gewinne, weniger Pleiten: US-Banken im Aufwärtstrend

Den US-Banken geht es so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Gewinne steigen und die Zahl der Pleiten nimmt ab. Die Rede ist sogar von einer anhaltenden Erholung der Branche.

Steigende Einnahmen haben der US-Bankenbranche das beste Quartalsergebnis seit sechs Jahren beschert. Im dritten Vierteljahr wuchs der Gewinn der Branche um 6,6 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar, wie die Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corp (FDIC) mitteilte. Das sei so viel wie seit demselben Zeitraum 2006 nicht mehr. Die Netto-Einnahmen seien um drei Prozent gestiegen. Die Geldhäuser profitierten im aktuellen Berichtsquartal demnach auch davon, dass sie nicht mehr so viele Rückstellungen bilden mussten. "Das war ein weiteres Vierteljahr, in dem sich die schrittweise aber kontinuierliche Erholung der bei der FDIC versicherten Institute fortsetzte", sagte FDIC-Chef Martin Gruenberg.

Banken-Kenner Martin Faust Euro-Retter spielen den Banken in die Karten

Wer profitiert von den Rettungsschirmen: die Pleite-Staaten oder die Banken? Eindeutig der Finanzsektor, sagt Branchen-Kenner Martin Faust. Dass die Steuerzahler in Zukunft geschont werden, sei ein „frommer Wunsch“.

Quelle: dpa/Montage

Zum einen werfen die Geschäfte mehr Geld ab. Zum anderen sinkt die Belastung durch faule Kredite, weil die Menschen wieder Arbeit haben und ihre Raten pünktlicher zahlen. Zwölf Banken gingen im dritten Quartal bankrott, das letzte Mal waren es Ende 2008 so wenige, als die Finanzkrise ihren Lauf nahm. Im Gesamtjahr sind es damit 50 Pleiten, etwa die Hälfte des Vorjahreswerts.

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Die Kreditinstitute, die der FDIC angeschlossen sind, verdienten im Quartal zusammen 37,6 Milliarden Dollar oder umgerechnet 28,7 Milliarden Euro. Das war ein Zuwachs von annähernd sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das letzte Mal hatten Amerikas Banken vor der Finanzkrise soviel verdient.

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Die FDIC sichert die Kundeneinlagen in 7181 US-Banken ab. Dabei handelt es sich zumeist um regionale Institute, aber auch um Finanzkolosse wie die Bank of America. Die FDIC führt 694 Institute auf ihrer Liste der Problemfälle. Zuvor waren es 732. Damit hat sich insbesondere die Lage bei den kleinen Geldhäusern verbessert, die in der Krise massiv unter Kreditausfällen gelitten hatten.

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